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MDR KULTUR Porträt: Benito Bause

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Er will Musiker sein. Er will schreiben. Er will in Kinofilmen spielen und auf der großen Theaterbühne stehen.
Für diese Ziele ist Benito Bause in den letzten Jahren intuitiv einer Strategie gefolgt, die er später als Grundsatz des Schauspiels kennenlernt:
"Es geht nicht ums Funktionieren, sondern ums Zulassen und Sein."


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Benito Bause wuchs in Lüdenscheid auf. Sein Vater ist Deutsch-Italiener, seine Mutter stammt aus Tansania. So kommt es, dass er neben Deutsch auch noch fließend Englisch, Italienisch und Swahili spricht.

"Mein Papa ist Psychiater, deshalb wurden am Tisch schon oft irgendwelche Verhaltensweisen auseinandergenommen, zerstückelt, analysiert. Vielleicht hat das auch ein bißchen damit zu tun, dass ich Schauspieler geworden bin."

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Nach dem Abitur verbringt er ein freiwilliges soziales Jahr an der Music Academy Sansibar, wo er Deutsch- und Gitarrenunterricht gibt. Dort begegnet er einem Schweizer, der aus dem Theaterumfeld kommt und ihm ein Buch über den polnischen Theatertheoretiker Jerzy Grotowski schenkt. Sie verabreden sich zu Schauspielübungen am Strand. Benito Bause fällt die Entscheidung, Schauspiel zu studieren.

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Nach seiner Rückkehr von Sansibar sieht er zum ersten Mal Ulrich Matthes auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin - in dem Stück "Das Himbeerreich". Für Benito ein weiteres Schlüsselerlebnis:

"Ich glaube an das Theater. Ich glaube daran, weil ich es erlebt habe."


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Er bewirbt sich an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und wird angenommen.
Im Sommer 2015 beginnt der praktische Teil seines Studiums als Teil des "Schauspielstudios" am Neuen Theater in Halle.

"Da waren diese ganzen Menschen, die ganzen Menschen mit dieser unglaublichen Präsenz. Ich war nicht davon überzeugt, dass ich etwas dazu beitragen könnte zu diesem ganzen Großen, diesem ganzen Theater."



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Intendant Matthias Brenner hingegen hatte einen sehr starken ersten Eindruck:
"Was mir auffiel, war seine unglaubliche, strahlende Offenheit.
Als wäre er arglos, so glücksbegabt, dass es nur so kracht!"


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Im November 2016 kommt die französische Komödie "Ziemlich beste Freunde" ans neue Theater in Halle.
Die Vorstellungen finden auf kleiner Bühne statt und sind über Monate ausverkauft.
Benito spielt den Driss.

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Die Rolle scheint ihm auf den Leib geschneidert.

"Frech sein, drauflos labern, sich trauen, an die eigenen Bedürfnisse denken. Das ist das, was hängen geblieben ist."











Foto: Anna Kolata

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"Ziemlich beste Freunde" Halle / Februar 2017

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Im Januar 2017 feiert Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" am Neuen Theater in Halle seine Premiere als Bühnenstück. Wie bei "Ziemlich beste Freunde" führt auch hier Intendant Matthias Brenner Regie und besetzt die Rolle des Salem, den alle nur Ali nennen, mit Benito Bause.

Matthias Brenner über die besonderen Herausforderungen, die die Rollen des Driss und des Salem an Benito stellen...


Foto: Fabian Schellhorn

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mdr artour über die Premiere von "Angst essen Seele auf" Halle / Januar 2017

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"Mit Elke Richter und Benito Bause sind die Hauptrollen hier sehr gut besetzt. Wie die beiden diese Beziehung spielen, die Verliebtheit, das Interesse; dann aber auch die Angst, den Zweifel – den Alltag, das ist Schauspiel auf hohem Niveau."

Stefan Petraschewsky (MDR KULTUR-Theaterredakteur)





Foto: Anna Kolata

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Die intensive Auseinandersetzung mit Salem hinterlässt Spuren in Benitos Alltag.

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"Die Dimension von 'Ziemlich beste Freunde' und 'Angst essen Seele auf' war mir überhaupt nicht bewusst. Dass die ganzen Vorstellungen jetzt ausverkauft sind... das macht mich baff!"

Der nächste große Schritt lässt nicht lange auf sich warten.


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Benito Bause erhält ein Engagement am Schauspielhaus Zürich.

"Ohne Driss hätte ich es nicht geschafft, ohne dieses Frechsein. Da habe ich nachgehakt, wo ich sonst still geblieben wäre. Das war der Driss, dem ich das zu verdanken habe."

Nach Abschluss seines Schauspielstudiums im Sommer 2017 wird er zwischen Zürich und Halle pendeln, wo er noch bis 2019 als Salem in "Angst essen Seele auf" und als Driss in "Ziemlich beste Freunde" auf der Bühne stehen wird."

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Die Ereignisse und Chancen überschlagen sich. Was der Schritt nach Zürich für seinen Weg als Schauspieler bedeutet, ist ihm erst nach der Zusage richtig bewusst geworden. Stabilität und Gelassenheit findet er in seiner Leidenschaft - der Musik. Deshalb wird er auch in der Schweiz Leute suchen, mit denen er Musik machen kann.

"Musik bedeutet mir alles. Ich mache täglich Musik. Sowas wie Singer/Songwriter sein, ist noch ein ganz großer Traum, den ich mir unbedingt erfüllen will!"

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Sein eigenkomponierter Song "Chance of Art" handelt von der Überzeugung, dass jeder sein kann, wer er will.

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auf die Leinwand, in die Schweiz, in die Musikwelt - ein Stück Halle nimmt er mit:

"Das ist jetzt hier meine Theaterfamilie. Die famliäre Atmosphäre ist das, was das Theater hier in Halle ausmacht."








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