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Los geht's

Wahr oder falsch mit Harald Jäger

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Ein Hund als Grenzfall, tausende Menschen vor dem Schlagbaum und ein Oberstleutnant im Befehlsvakuum.

Wir fragen den Mann, der die Grenze öffnete, wie diese Nacht wirklich für ihn war.


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In wenigen Stunden wird er den Schlagbaum öffnen.

Am 9. November ist er der befehlshabende Leiter an der Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße in Berlin.

Er hat Durchfall.

Wahr oder falsch?




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Er ist der echte Oberstleutnant. Am 9. November 1989 kam er eine Stunde zu früh zum Dienst an der Grenze. Er hatte schlecht geschlafen. Warum?

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Im Film sorgt am Abend des 9. November erstmal nur ein kleiner Hund für Aufregung. Er tritt unerlaubt ins Grenzgebiet ein.

Schöne Idee der Drehbuchautoren.

Oder?

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Hier haben die Autoren vom echten Leben abgeschrieben. Fast.

Über einen ausgebüxten Hund konnten die Grenzer damals nämlich nicht lachen. Denn die Auflagen für den deutsch-deutschen Grenzverkehr waren streng.

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Oberstleutnant Harald Schäfer macht Pause. In der Kantine läuft der Fernseher. Die Pressekonferenz des Politbüros wird live übertragen.

Schäfer kann nicht glauben, was Genosse Schabowski da sagt.

Wahr oder falsch?

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Genau so war's. Als Schabowski seinen Zettel öffentlich verliest, ist Harald Jäger genauso überrascht wie alle anderen.

Ihm ist klar: An diesem Abend wird es Probleme geben.

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Unmittelbar nach Schabowskis  Pressekonferenz stehen die ersten Ausreisewilligen am Schlagbaum.

Oberstleutnant Schäfer weiß nicht, wie er damit umgehen soll.

Sein Vorgesetzter empfiehlt ihm gesunden Menschenverstand.

Das kann doch nicht wahr sein!

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Harald Jäger musste diesen Abend ohne Befehl überstehen.

Und das an der Grenze, dem damals am strengsten reglementierten Arbeitsplatz der DDR.

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Im Film steigt die Grenzpolizei mit einer Leiter auf das Dach eines Containers. Was die Grenzer sehen, ist überwältigend.

Wie fühlte sich der echte Oberstleutnant in diesem Moment?

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Tatsächlich brauchte Harald Jäger keine Leiter, um zu sehen, dass tausende Menschen  entschlossen auf seinen Grenzübergang zuströmten.

Und nun?

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Tausende DDR-Bürger stehen vor dem Schlagbaum. Wie sollen 18 Grenzbeamte damit umgehen? Im Film holen die Grenzer die Waffen aus dem Schrank. Zur Diskussion steht "ein gezielter Schuss in die Menge".

War Waffengewalt wirklich eine Option?

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Die Menschen am Schlagbaum blieben friedlich. Zum Glück. Sonst hätte es tatsächlich anders kommen können.

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Harald Schäfer hat noch immer keinen Befehl. Er ruft erneut im Leitzentrum an. Als der General am anderen Ende der Leitung an Schäfer zweifelt, kann der sich nicht länger beherrschen.

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Harald Jäger hatte am 9. November 1989 mehr als 25 Jahre an der Grenze gedient. Was er an diesem Abend in dieser Situation hörte, wollte er sich von niemandem sagen lassen. Nicht einmal vom General.

Er sollte hören, was das Volk zu sagen hat.

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Gegen 21 Uhr ruft Oberst Kummer an der GÜST Bornholmer Straße an. Er hat einen Befehl für Schäfer:

Provokateure sollen ausgebürgert werden - ohne ihr Wissen.

Haben die Grenzer diesen Befehl wirklich erhalten - und befolgt?

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Der Befehl, den Harald Jäger in dieser Nacht bekam, wurde später als "Ventillösung" bezeichnet. Damit sollte der Druck am Grenzübergang verringert werden. Jäger führte den Befehl aus - obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gab.

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Es dauert nicht lange bis die ersten DDR-Bürger aus West-Berlin zurück an den Grenzübergang kommen. Sie wollen nach Hause. Manche dürfen nicht.

Von jetzt an entscheidet Oberstleutnant Schäfer selbst.

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"Provokateure isolieren und ausbürgern" - Harald Jäger wird im Laufe des Abends bewusst, welche Folgen diese "Ventillösung" für die Menschen hat. Sie wollten einfach "nur mal gucken" - und dürfen jetzt nicht wieder nach Hause.

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Die Leute vor dem Schlagbaum werden immer mehr. Oberstleutnant Schäfer sieht nur noch einen einzigen Ausweg, damit die Situation nicht eskaliert.

Diese Entscheidung trifft er allein.

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Fast. Hier hat der Film zugunsten der Dramaturgie ein wenig zugespitzt. Tatsächlich hat Harald Jäger den Schlagbaum nicht eigenhändig geöffnet. stattdessen hat er den Befehl dazu gegeben.

Die Verantwortung aber lag allein bei ihm.

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Harald Schäfer hat den Schlagbaum geöffnet. Die Menschen strömen zu Tausenden nach West-Berlin. Das meldet er seinem Vorgesetzten Oberst Kummer.

Kummer hat nur wenige Worte für das, was Schäfer getan hat.

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Was für ein Tag. Ost- und West-Deutsche liegen sich in den Armen - und das im Grenzgebiet. Harald Jäger ist nicht nach Feiern zumute. Er ist mit seinen Nerven am Ende. Er will allein sein.

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Der Dienst von Oberstleutnant Harald Schäfer ist vorbei. Er geht nach Hause. Dort wartet seine Frau.  Sie hat von allem nichts mitbekommen.

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Harald Jäger geht nach der bewegten Nacht nach Hause. Mehr als 20.000 Menschen sind über die Bornholmer Straße aus- und wieder eingereist.

Seine Frau war nicht dabei.

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Das Erste: 5. bis 12.11.2014
Im MDR: 9. bis 16.11.2014 (geoblocked)

Buchtipp: Gerhard Haase-Hindenberg "Der Mann, der die Mauer öffnete" Warum Oberstleutnant Harald Jäger den Befehl verweigerte und damit Weltgeschichte schrieb Heyne Verlag 2007 (vergriffen) 

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Übersicht

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Kapitel 1 Film und Wirklichkeit

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Kapitel 2 Gab es Harald Schäfer wirklich?

Das ist Harald Schäfer

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Gab es Harald Schäfer wirklich?

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Kapitel 3 Ein Hund als Grenzfall

Ein Hund als Grenzfall

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Kapitel 4 Schabowski in der Kantine

Schabowski in der Kantine

Vlcsnap 2014 10 23 11h44m52s51

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Kapitel 5 Wir brauchen einen Befehl

"Wir brauchen einen Befehl!"

Vlcsnap 2014 10 23 11h49m09s113

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Kapitel 6 Wie viele sind das eigentlich?

Wie viele Menschen sind das eigentlich?

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Kapitel 7 "Ein gezielter Schuss in die Menge."

Film
"Ein einziger gezielter Schuss in die Menge"

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Kapitel 8 Der General hört zu

"Bleib in der Leitung."

Vlcsnap 2014 10 23 13h45m42s142

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Kapitel 9 Ventillösung

Endlich! Ein Befehl!

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Kapitel 10 Ein Vater darf nicht zurück

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Kapitel 11 Der Schlagbaum ist auf

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Der einzige Ausweg

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Kapitel 13 Der Morgen danach

Der Morgen danach

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Kapitel 14

Menschen schlagbaum
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