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Los geht's

FCC steigt in die 3. Liga auf

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Der FC Carl Zeiss Jena hat es geschafft! Nach fünf Jahren in der Regionalliga kehren die Thüringer in den Profifußball zurück.

Eine lange Saison und zwei nervenaufreibende Aufstiegsspiele liegen hinter dem FCC, der nun wieder in der 3. Liga mitmischt.

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Lange hatten die Fans des FC Carl Zeiss Jena auf diesen Tag gewartet. 13.800 Zuschauer kamen zum Aufstiegsrückspiel ins Ernst-Abbe-Sportfeld. Bereits vor dem Anpfiff war es ein Fest in blau, gelb und weiß.





Das Spiel erfüllte die Hoffnungen von Fans und Verantwortlichen dann aber nur bedingt.

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FCC-Fans begeistern

Ein Fest in blau, gelb und weiß bei Carl Zeiss!

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Dabei gab es bereits vor dem Spiel gute Neuigkeiten: Die zuletzt angeschlagenen Spieler um Torjäger Timmy Thiele konnten allesamt von Beginn an auflaufen.

Nach holprigem Start setzte Jena die Viktoria in einer umkämpften Partie unter Druck. Die Fehler der Kölner wurden jedoch nicht zu Toren genutzt.

So kam es, wie es kommen musste...

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Als der Kölner Fatih Candan in der 81. Minute traf, wurde es noch einmal richtig eng.





Jena musste in den Schlussminuten um den Aufstieg bangen. Doch dann ertönte endlich der Abpfiff. Im Ernst-Abbe-Sportfeld brachen alle Dämme...

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Es dauerte nur wenige Sekunden bis ein Großteil der 13.800 Fans den Rasen gestürmt hatte.

Nach fünf Jahren in der Regionalliga fiel der Jubel entsprechend groß aus. Viele FCC-Anhänger konnten ihr Glück kaum fassen.

Auch Thiele rastete völlig aus...

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Thiele rastet völlig aus

"Es ist der absolute Wahnsinn"

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Szenen wie in der Formel 1: Nach einer Saison auf der Schnellstraße befindet sich der FCC nun wieder im Windschatten des FC Rot-Weiß Erfurt.

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Auch Mark Zimmermann war nach Spielende erleichtert. Der FCC-Trainer erklärte, dass der Erfolg über Jahre erarbeitet wurde.

Große Worte zum Schluss: In der Stunde des Triumphes war Zimmermann mit den Gedanken sogar noch beim Verlierer.

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FCC-Trainer Zimmermann

"Wie eine Druckbetankung"

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Der FC Carl Zeiss Jena hatte am Sonntag ein Heimspiel in Köln. Von den mehr als 6.000 Zuschauern im Sportpark Höhenberg trugen knapp 4.000 Fans die blau-gelb-weißen Farben.

Jena hatte zu Beginn Glück, dass die Hausherren nicht in Führung gingen. Dann kamen die FCC-Anhänger voll auf ihre Kosten.

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Thiele erzielt gekonnt das 1:0

Herrlicher Treffer nach Torwartfehler

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Dem sehenswerten Treffer von Thiele ließ Sucsuz das 2:0 folgen. Er antizipierte glänzend, holte sich die Kugel und umkurvte Torhüter Philipp Kühn.

Viktoria zeigte, warum sie die anfälligste Defensive aller Staffelsieger hat.

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Sucsuz erhöht auf 2:0

Jena nutzt Patzer gnadenlos zu Toren

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Und der FCC war an diesem sonnigen Nachmittag immer noch nicht satt. Thiele wurde von Eckardt in der zweiten Hälfte auf die Reise geschickt und hob den Ball gefühlvoll über Schlussmann Kühn ins Tor.

Das rechte Zauber-Füßchen von Jenas Top-Torjäger hatte wieder ganze Arbeit geleistet - 3:0.

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Doch wer dachte, dass der Drops gelutscht ist, hatte sich getäuscht. Die Hausherren bewiesen Moral und kämpften sich zurück.

Das Elfmetertor von Kölns Wunderwaffe Mike Wunderlich war nur der Anfang. Als Dominik Lanius den Anschlusstreffer köpfte, war plötzlich wieder Spannung drin.

Der FCC muss sich fragen, wer in dieser Situation zu nachlässig war.

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Lanius sorgt mit Köpfchen für Spannung

FCC-Abwehr verspielt eine noch bessere Ausgangsposition

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Ende gut, alles gut? Nicht beim FCC.

Zwar brachte Jena den 3:2-Vorsprung über die Zeit, doch der Sieg rückt wegen einer Verletzung von Torjäger Thiele in den Hintergrund.

Der Stürmer erlitt in der letzten Minute eine starke Prellung und Kapselverletzung. Wie lange Thiele pausieren muss, soll eine MRT-Untersuchung am Montag zeigen.

Genau wie die beiden Gegentore schmerzte auch der Zweikampf, der Thiele ausschaltete.

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Thiele verletzt sich

... und das in der letzten Spielminute

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Jena hat sich also eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Donnerstag geschaffen. Hinzu kommt, dass Kölns Knipser Wunderlich wegen einer Roten Karte zuschauen muss.

Der FCC hat es in der Hand - sagen Spieler und Trainer. Wie nach dem kräftezehrenden Hinspiel regeneriert wird, steht auch schon fest.

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Kommentare FCC-Spieler und Trainer

"Drei Tage in die Eistonne und dann 2.000 Prozent geben"

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Der Erfolg hat auch in Jena einen Namen: Mark Zimmermann. Nach stürmischen Zeiten übernahm er zu Saisonbeginn das Amt des Cheftrainers und formte ein Team, das die Nordost-Staffel dominierte. Mit seiner authentischen Art hob er Spieler wie René Klingbeil oder Manfred Starke auf ein höheres Leistungslevel.

Zimmermann ist im Paradies verwurzelt und damit eine Identifikationsfigur. Bereits 1993 spielte er mit Jena in der 2. Bundesliga. Später trainierte er den Nachwuchs und war Co-Trainer der ersten Mannschaft.

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Zimmermann nahm seine Spieler von Beginn an mit in die Verantwortung. Der Trainer erarbeitete sich das Vertrauen und das Team zahlte es mit Siegen zurück.

Mit einer treffsicheren Offensive und defensiver Stabilität marschierte Jena durch die Regionalliga.

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Jena arbeitete hart für den Erfolg und war 13 Spiele ungeschlagen. Erst die U23 von RB Leipzig konnte den FCC mit 3:0 bezwingen. Auf einen der schwächsten Auftritte der Saison folgte allerdings die nächste Erfolgsserie.

Auch nachdem Jena im April beim Tabellenzweiten Energie Cottbus verloren hatte, zeigte sich der FCC nervenstark. Die Zimmermann-Elf hielt die Verfolger mit einer weiteren Siegesserie auf Abstand und belohnte sich am Ende mit dem Staffelsieg.

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Eine gute Defensive gewinnt Meisterschaften! Wenn die beste Abwehr der Liga doch einmal ausgespielt wurde, dann war auf Raphael Koczor Verlass. Der FCC-Torwart kassierte nur 25 Gegentore.

Bereits in der Vorsaison war Koczor ein sicherer Rückhalt. Doch unter Zimmermann ist der Heißsporn gereift und professioneller geworden.

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In der Saison 2013/2014 stand Jenas Schlussmann bei Viktoria Köln unter Vertrag, bevor er ins Paradies wechselte.



Koczor hat bis heute gute Kontakte in die Domstadt. Besonders zu Kölns Co-Trainer Claus Costa. Auch die Familien sind eng befreundet - da wird nach feststehendem Staffelsieg schon einmal gestichelt.

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Kölns Co-Trainer Claus Costa

Über FCC-Torwart Raphael Koczor

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Tore schießen wollen auch Timmy Thiele und Manfred Starke, die ein kongeniales Stürmerduo bilden.

Thiele und Starke steuerten 25 Tore und 18 Vorlagen zum Staffelsieg bei. Zudem setzten die beiden Angreifer mit ihren Vertragsverlängerungen ein starkes Zeichen. Bis 2019 wollen sie im Paradies Fußball-Feste feiern.

Für die besonderen Tore der Saison war aber ein anderer FCC-Stürmer verantwortlich.

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Kaum ein Treffer hat die Gemüter in dieser Saison so sehr erregt wie das Hand-Tor von Bédi Buval gegen Lok Leipzig.

Buval setzte Lok-Torwart Benjamin Kirsten unter Druck und lenkte den Ball regelwidrig ins Tor. Trotz aller Proteste wurde der Treffer gegeben. Der FCC gewann mit 2:1 und hatte am 31. Spieltag den ersten Matchball.

Doch hätten Schiedsrichter Christian Allwardt und sein Assistent beim Aufreger der Saison überhaupt anders entscheiden können?

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Aufreger der Saison

Die Schiris nicht auf Ballhöhe -  Bédi Buval im Glück

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Die U23 von RB Leipzig machte dem FCC wieder das Leben schwer.

Es dauerte bis zur Nachspielzeit, ehe der Staffelsieg endlich perfekt war. Als Buval zum 1:1 traf, brachen im Ernst-Abbe-Sportfeld alle Dämme. Erleichterung pur!


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Das Tor zum Staffelsieg

Bédi Buval trifft gegen RB Leipzig II

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Nach dem Staffelsieg ist vor den Aufstiegsspielen. Dieses Motto gilt auch für Buval. Der Angreifer hat in mehreren europäischen Ligen gespielt und kennt sich in der Welt des Fußballs bestens aus.

Sogar vom 1. FC Köln hat er schon gehört. Doch wer ist eigentlich Viktoria, Herr Buval?

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FCC-Stürmer Bédi Buval

"Habe noch nie von Viktoria gehört"

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Die neuen Meister standen nach dem Abpfiff im Mannschaftskreis. Ein Moment der großen Gefühle - und FCC-Trainer Zimmermann provozierte seine Elf mit einer Bierdusche. Ein folgenschwerer Fehler.

Das Team um Abwehrkante Justin Gerlach revanchierte sich postwendend ...

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Bei aller Euphorie gab es in der Stunde des Triumphes auch leise Töne. Routinier René Klingbeil weiß um die Bedeutung und die Gefahren der Aufstiegsspiele.

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FCC-Verteidiger René Klingbeil

"Hoffen auf den Fußballgott"

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Zimmermann und Koczor

Kommentar zu den Aufstiegsspielen

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Bevor am 1. Juni die Entscheidung um den Aufstieg fällt, geht es für Jena am 28. Mai zum Hinspiel nach Köln. Dort kann der FCC voller Selbstvertrauen auflaufen.

Mit zwölf Siegen auf fremden Plätzen war Jena das erfolgreichste Auswärtsteam der Nordost-Staffel.

Im Sportpark Höhenberg wird der FCC von mehreren tausend Fans unterstützt.

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Es gibt durchaus Parallelen zwischen Jena und Köln. So gingen beide Klubs mit einem neuen Trainer in die Saison. Marco Antwerpen kam 2016 aus Ahlen zur Viktoria. Er setzte die Vorgaben des Vereins perfekt um und machte aus den Domstädtern ein Spitzenteam.

Vergangene Saison stand Viktoria in der Abschlusstabelle satte 20 Punkte hinter Meister Sportfreunde Lotte. Dieses Mal durfte Köln den Staffelsieg bejubeln. Zur Belohnung wurde der Vertrag mit Antwerpen vorzeitig bis 2018 verlängert.

Unter dem neuen Trainer blühte ein Kölner Spieler besonders auf.

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Wenn Mittelfeldspieler Mike Wunderlich könnte, würde er sich die Tore selbst auflegen. Der Knipser von Kölle kam in 33 Spielen auf 29 Tore und 19 Vorlagen. Das macht 48 Scorerpunkte in einer Saison. Im November 2016 gelangen Wunderlich sogar zwei Dreierpacks.

Auch am 29. April lief die Scorermaschine auf Hochtouren.

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Doch zunächst stockte der Motor: In den ersten beiden Spielen holte Köln nur einen Punkt und schien die Schießbude der Liga zu werden.

Erst am 16. Spieltag eroberte Viktoria die Tabellenspitze der Regionalliga West. Danach lief es rund. Nach einem kurzen Abstecher auf Rang zwei behielt Viktoria ab dem 23. Spieltag die Pole Position.

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91 Tore erzielte die Offensive um Mittelfeldmotor Wunderlich. Nur Unterhaching gelangen unter den Regionalliga-Meistern mehr Tore (95).

Wunderlich kann den Unterschied machen. Bekommt Jena ihn in den Griff, steigen die Aufstiegschancen des FCC erheblich.

Der Schwachpunkt der Domstädter ist ohnehin ein anderer.

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Mit 42 Gegentreffern hatte Viktoria die anfälligste Defensive aller fünf Staffelsieger. Daran konnte auch Philipp Kühn nichts ändern.

Der Torhüter, zum Saisonstart vom SV Sandhausen gekommen, rückte am 3. Spieltag erstmals zwischen die Pfosten. Kühn zeigte starke Paraden, musste in 32 Punktspielen dennoch 35-mal hinter sich greifen. Zuvor hatte Nico Pellatz sieben Gegentore kassiert.

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Viktoria-Trainer Antwerpen prophezeit Duelle auf Augenhöhe. Die Spiele am 28. Mai und 1. Juni sind längst ausverkauft.

Beide Trainer gehen davon aus, dass Kleinigkeiten entscheiden werden.

Wann und wo Antwerpen den FC Carl Zeiss Jena beobachtet hat, verrät er nicht.

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Viktoria-Trainer Marco Antwerpen

"Wir wissen einiges über den FCC"

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Doch nicht nur Antwerpen hat spioniert. FCC-Trainer Zimmermann ließ es sich nicht nehmen, bei der Meisterfeier des Gegners vorbeizuschauen.

Er weiß um Viktorias Stärken, aber auch um die Qualitäten seines Teams.

Das große Ziel:
Nach den Aufstiegen von Magdeburg und Zwickau will nun Jena den mitteldeutschen Hattrick perfekt machen.

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FCC-Trainer Mark Zimmermann

"Viktoria ist eine ganz schöne Tormaschine"

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