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Freie Fahrt nach Prag

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Wenn am 17. Dezember der letzte Bauabschnitt freigegeben wird, lassen 137 Autobahnkilometer Sachsen und Böhmen näher aneinanderrücken.
Von Dresden dauert es dann nur etwa eine Stunde
bis nach Prag.

Doch die Autobahn hatte mehr noch als die
insgesamt über 2,7 Milliarden Euro Baukosten
ihren Preis: Proteste, Korruption und Erdrutsche begleiteten den Bau der Autobahn - bis zuletzt.

Entdecken Sie die Geschichte der Autobahn nach Prag und erleben Sie spannende Geschichten entlang der Straße mit Straßenwärtern, Tunnelbränden - und einer Sofagarnitur.





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26 Jahre hat es gedauert, bis der Slogan
"Zum Frühstück nach Prag" eingelöst wurde.
Mit diesem wurde in den 1990er Jahren
für den Bau der A17 und D8 geworben.

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Bereits in den 1930er Jahren gab es auf deutscher und tschechoslowakischer Seite Autobahnpläne zwischen Dresden und Prag. Gebaut wurde aber kein einziger Meter. Andere Straßen hatten eine höhere Priorität, und der Zweite Weltkrieg begrub die Pläne vollends.

Auch zu sozialistischen Zeiten kam die Autobahn nicht voran. Erst nach Ende von DDR und ČSSR gab es einen neuen Anlauf für die Verbindung zwischen Dresden und Prag.

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Ab 1991 wurde die Autobahn geplant. Sie sollte in etwa einem Weg folgen, auf dem einst nur eine Pferdestärke den Weg nach Böhmen auf sich nahm.
Doch der Verlauf der A17 war umstritten. Der Protest von Anwohnern, Bauern und Umweltschützern war zäh und wurde zum Teil rabiat von der Polizei aufgelöst.

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sei der Autobahnbau gewesen, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Lichdi 2006 dem MDR-SACHSENSPIEGEL.

Die A17 wurde mit etwa 700 Millionen Euro doppelt so teuer, wie Anfangs geplant. Und Baumängel der Tunnel erforderten schon kurz nach Eröffnung der ersten deutschen Teilstücke Reparaturarbeiten.

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Ein Machtwort sprach auch Andrej Babiš, der
tschechische Finanzminister.
Er hielt er an der Eröffnung im Dezember 2016 fest, mit einer ganz eigenen Begründung.

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Die Streckenführung auf dem letzten Bauabschnitt der D8 war heftig umstritten. Sie führt nicht nur durch ein Naturschutzgebiet, sondern auch durch gefährliches Terrain.

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Kritiker erheben im November 2015 in einer MDR-Dokumentation schwere Vorwürfe, sie sprechen von gewollter Korruption.

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sind im Böhmischen Mittelgebirge nichts Unbekanntes, wie eine historische Postkarte zeigt. Bei Tetschen, dem heutigen Děčín, bewegten sich 1914 gewaltige Erdmassen.

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Sie sichern die Straße: Polizei, Autobahnmeisterei und eine Tunnelbetriebstelle in Dresden wachen über die Autobahn.
Hier zeigt sich der unkomplizierte Umgang mit den Nachbarn. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Tschechen klappt "mit Handschlag".

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Die vielen Tunnel der Autobahn nach Prag sind ständig unter Kontrolle. Dank der Wachsamkeit der Tunnelbetriebsstelle und umfangreicher Technik kann in Sekundenschnelle auf Unfälle in den Röhren reagiert werden, wie ein Brand im Dezember 2006 zeigte.

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Nur ein Jahr lang gab es feste Grenzkontrollen. Als die Tschechische Republik 2007 dem Schengenraum beitrat, fielen die Einzelkontrollen weg, die Anlage wurde zu einem Parkplatz umgebaut. Heute setzen Zoll und Bundespolizei auf mobile Kontrollen. 

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Auch Kriminelle nutzen trickreich und teils professionell organisiert die offenen Grenzen. Polizeioberkommissar Martin Ebermann berichtet über die Arbeit der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel.

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arbeiten 350 Beamte der Bundespolizei mit ihren tschechischen Kollegen zusammen.

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Sie sorgen für die Sicherheit auf und neben der Fahrbahn, während an ihnen der Verkehr vorbeirast:
Die Straßenwärter der Autobahnmeisterei.

Der Lückenschluss in Tschechien heißt für die Autobahnmeisterei Nickern mehr Arbeit, 
sagt Isabell Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

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Auch auf der A17 und D8 gibt es sie: LKW-Kolonnen und nächtlich überfüllte Parkplätze. Das ist nicht nur ein stressiges Problem für die Trucker, es ist auch eine Frage der Sicherheit.

Immerhin machen LKW jetzt schon 40 Prozent des Verkehrs an der deutsch-tschechischen Grenze aus. Die durchgängige Autobahn könnte diesen Anteil noch erhöhen. Schätzungsweise 100 Laster-Stellplätze fehlen derzeit allein auf deutscher Seite.

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Der gesamte Verkehr hat auf den Autobahnen A17 und D8 zugenommen, wie Zählungen der Fahrzeuge in beide Fahrtrichtungen zeigen.

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Die Autobahnmeisterei pflegt und repariert nicht nur. Oft haben die Straßenwärter es auch mit verrücktem Fundgut zu tun, manchmal auch mit einem glücklichen Ende.

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Neun Tunnel und 29 Großbrücken zählen A17 und D8. Geographische Gegebenheiten, Auflagen bei Lärm- und Umweltschutz haben den Autobahnbauern einiges abverlangt.

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Jahrhundertealte Wildwechsel werden durch die Autobahn durchschnitten. Abhilfe können Tunnel und Grünbrücken schaffen, sagt Norman Härtner vom sächsischen Landesjagdverband.

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Erfahrene Tiere lehren ihrem Nachwuchs, an welchen Stellen die Autobahn über- oder unterquert werden kann. Doch entlang der Wege dorthin kommt es immer wieder zu Kollissionen zwischen Tier und Auto.

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Neben Wildbrücken und -tunneln gibt es auf dem Weg nach Prag auch besonders auffällige Ingenieursbauwerke, wie die zu Lärmschutzzwecken eingehauste Brücke bei Vchynice.

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Bevor das letzte Teilstück auf tschechischer Seite eröffnet wird, lautet für diese Brücke die spannende Frage: Hält sie?

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Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind intensiv.
Zudem ist Deutschland das beliebteste ausländische Urlaubsziel für Tschechen. Und auch zum Einkaufen wird der kurze Weg über die Grenze genutzt, wie Karsten Wolf berichtet.

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Die bisherigen Umwege über Landstraßen und mit engen Kreisverkehren werden überflüssig,
so auch dieses unübersichtliche Nadelöhr bei Teplice. Von der durchgehenden Verbindung profitieren auch die Fernbusse, sagt Flixbus-Sprecherin Marie Gloystein.

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Ab Januar 2017 wird es auf der D8 eine Ausnahme von der Mautpflicht auf tschechischen Autobahnen geben: Von Deutschland aus darf dann bis zur Abfahrt nach Řehlovice mautfrei gefahren werden.

Auf den restlichen Autobahnen und für den Rückweg nach Deutschland gilt aber weiterhin Vignettenpflicht.
Das Ticket für zehn Tage kostet für PKW 310 Kronen (12 Euro), für einen Monat 440 Kronen (16 Euro) und für ein Jahr 1500 Kronen (55 Euro).

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Übersicht

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Kapitel 1 FREIE FAHRT NACH PRAG

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Pb entwicklung
Kapitel 2 DER LANGE WEG EINER STRASSE

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Teplitzer

Tn protest

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Kapitel 3 SICHERHEIT

Autobahn mit meisterei

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Grenze alt

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Kapitel 4 BAUEN UND REISEN

Tn tunnel

Pb jagd 1

Pb jagd 2

L%c3%a4rmschutzbr%c3%bccke
Kapitel 5 AUSBLICK

Prag karlsburg
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