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Exakt – So leben wir! Freizeit

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Was ist das eigentlich – Freizeit? Sport treiben, mit den Kindern auf dem Spielplatz sein, der Besuch bei den Eltern? Fakt ist, wir verfügen über mehr Freizeit als vor 25 Jahren. Die Kunst ist, wertvolle "freie Zeit" so zu füllen, dass sie uns glücklich macht. Wie hat sich unser Freizeitverhalten in den letzten 25 Jahren verändert? Wir erzählen spannende Geschichten und haben interessante Fakten für Sie.

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Tatsächlich haben wir Deutschen so viel Freizeit wie nie zuvor. Im "Freizeitmonitor", einer jährlichen Studie der Stiftung für Zukunftsfragen, wird sie mit etwa vier Stunden pro Tag angegeben. Die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamts rechnet etwas anders und spricht eine noch deutlichere Sprache: Ihr zufolge widmen wir weit mehr als fünf Stunden pro Tag diversen Freizeittätigkeiten. 

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Doch egal, wie wir die Menge unserer Freizeit nun konkret berechnen – zufrieden sind damit die meisten Menschen. Nicht einmal ein Fünftel der befragten Menschen aus 22 Ländern ist unzufrieden mit der Menge seiner Freizeit.


 

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Die Deutsche liegen in Sachen Zufriedenheit über dem Schnitt. Zwei Drittel sind zufrieden mit der zur Verfügung stehenden Freizeit, nur etwa ein Sechstel empfindet das Gegenteil. Ganz anders in Japan: Fast ein Drittel der dort Befragten ist unzufrieden, weit weniger als die Hälfte der Japaner ist zufrieden.



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Zum Beispiel in Freizeitparks: Deren Zahl ist laut dem Verband Deutscher Freizeitparks in Deutschland seit 2005 von 63 auf 80 im Jahr 2014 gestiegen. Die Besucherzahlen sind im selben Zeitraum von knapp 28 auf 34 Millionen gestiegen.

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Bei Hasselfelde liegt Deutschlands größte Western-Stadt. Eventmanager Axel Geyer wacht über die Einnahmen.

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Die Ausgaben für Freizeit und Kultur sind zuletzt gestiegen. Interessant ist der Blick zurück ins Jahr 1970: Damals gaben die Deutschen gerade einmal 18,1 Milliarden Euro für die Freizeit aus. Bis zum Jahr 2012 hat sich der Betrag auf 125,9 Milliarden vervielfacht!

 

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Die meiste freie Zeit verbringen wir mit passiven Beschäftigungen. Der Konsum von Medien beschäftigt uns dabei am stärksten. Sie dürfen genau einmal raten, welches Medium uns am meisten in Beschlag nimmt.

Wir müssen reden.

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Seit Jahren führt das Fernsehen unsere Freizeit-Hitliste an. 97 Prozent der Befragten sagen, dass sie mindestens einmal in der Woche fernsehen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Zwei Drittel schalten den Fernseher täglich ein, und 2013 lag die durchschnittliche Fernsehdauer laut der Fachzeitschrift "Media-Perspektiven" bei über vier Stunden.


 

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Schauen wir genauer hin: 91 Prozent sehen auf klassische Weise, also mit einem Fernsehgerät, fern. Nur 3 Prozent nehmen Fernsehangebote im Internet wahr. Der Fernsehkonsum im Internet wird als aktiver eingeschätzt als das Sitzen vor dem Fernsehgerät.



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Doch ein Zeitenwandel ist im Gange: Das Internet erobert sich Zug um Zug die Freizeit der Gesellschaft. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sitzen heute weniger vor dem Fernseher. Doch auch andere, neue Medien lenken ab.

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Bei den zwei Kindern der Familie Klingner steht das Handy hoch im Kurs. Handyspiele und Gruppenchats halten die beiden gern auch mal von den Hausaufgaben ab.  

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Und siehe da: Das Internet steht bei den Jugendlichen ganz oben auf der Freizeit-Hitliste. Überlappungen gibt es dabei natürlich mit der Beschäftigung mit Computern oder der Pflege von Social-Media-Profilen. Aber eines ist klar: die Freizeitaktivitäten der Jugendlichen, sie wandern ab ins Netz.

Zur Erklärung der dargestellten Statistik: Als Jugendliche gelten für unsere Quelle Personen zwischen 14 und 17 Jahren, als Junge Erwachsene Personen zwischen 18 und 24 Jahren. Personen zwischen 25 und 49 Jahren werden in drei Gruppen erfasst: Singles, Paare (Haushalte mit 2 Personen ohne Kinder unter 14 Jahren) und Familien (Haushalte mit 2 Personen mit Kindern unter 14 Jahren). Jungsenioren sind zwischen 50 und 64 Jahre alt, Rentner 65 Jahre und älter.



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Aller passiver Mediennutzung zum Trotz nutzen viele Menschen ihre Freizeit, um aktiv zu sein. Menschen in jedem Alter treiben Sport, und die Tendenz ist steigend.

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Immer mehr Sportler sind in Vereinen oder Fitnessclubs aktiv. Fitnessclubs haben die "klassischen" Vereine, in denen die etablierten Sportarten organisiert sind, in Sachen Mitgliederzahlen dabei bereits überholt. Auch der Fußball erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit.


 

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Was allgemeine Statistiken unter anderem nicht zeigen, ist der Trend zum exotischen Sport, zum Besonderen, zum Nervenkitzel. Viele Trend- oder Nischensportarten werden von Aktiven betrieben, die sich nicht in Vereinen sondern in kleinen Gruppen organisieren, und daher nicht von den Erhebungen der Verbände erfasst. Das "Slacklining", das Balancieren auf einem wenige Zentimeter breiten Band, ist so ein Fall. Immer häufiger lassen sich Menschen in Parks beobachten, die zwischen Bäumen balancieren.

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Damian Jörren treibt das Slacklining mit Freunden auf die Spitze – im wörtlichen Sinne. Er sucht auf einer "Highline" den Nervenkitzel.

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Viele Slackliner sind auch Kletterer. Um eine Highline in Angriff nehmen zu können, sind Kletter-Fähigkeiten sogar unabdingbare Voraussetzung. Hier bietet sich dem Statistiker die Chance eines Einblicks – sind viele Kletterer doch im Deutschen Alpenverein organisiert.    

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Klettern liegt seit nunmehr über 25 Jahren im Trend. Die zunehmende Anzahl von Kletteranlagen und Kletterern, die diese nutzen, macht laut Alpenverein vor allem eines deutlich: Die körperliche Komponente gewinnt beim Klettern an Bedeutung. Früher war es vor allem das Naturerlebnis, das für die meisten Kletterer im Vordergrund stand. Heute ist es die sportliche Herausforderung.

Der Alpenverein schätzt die Anzahl der Kletterer unter seinen derzeit 1,1 Millionen Mitgliedern auf mehr als 500.000. Für sie ist die Mischung aus Kraftausdauer, Konzentration und Nervenanspannung die ideale Freizeitbeschäftigung. Und wem das zu langweilig wird, der wagt sich vielleicht irgendwann aufs Seil.



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Ganz im Gegenteil: Im Ruhestand haben wir so viel freie Zeit wie sonst nur im Kindesalter vor der Einschulung. Einige Rentner fallen nach dem Ende der Erwerbstätigkeit in ein Loch, weil ihnen die Gemeinschaft mit Kollegen und der Rhythmus der Arbeitswelt fehlen. Für viele Senioren ist ein geregelter Tagesablauf daher besonders wichtig. Nach Erhebungen der Techniker Krankenkasse sind die liebsten aktiven Freizeitbeschäftigungen der deutschen Senioren Gymnastik beziehungsweise Fitness, Wandern und Fahrradfahren.

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Aber es gibt natürlich auch besondere Freizeit-Geschichten von Senioren. So wie die von der 86-jährigen Ida Schneider.

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Wenn Ida Schneider nicht zu Hause ist und Kreuzworträtsel löst, ist sie womöglich unterwegs zum Flugplatz. Was sie dort tut?

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Sie holt sich ihren regelmäßigen Adrenalin-Kick: Fallschirmspringen hält die 86-Jährige jung. Wir begleiten sie mit der Kamera bei ihrem 112. Sprung.

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Jugendliche und Junge Erwachsene treiben mit Abstand am meisten Sport. Aber schon der Unterschied zwischen Erwachsenen und Jungsenioren beziehungsweise Ruheständlern ist nicht so groß, wie man vielleicht annehmen könnte. Bei allen ab 30 Jahren ist in Sachen Sport Luft nach oben. Beispiele wie das von Ida Schneider sind da natürlich ausgenommen.



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Jeder kennt sie, die Rede vom "Freizeitstress". Viele Menschen empfinden den eher als angenehme Belästigung – etwa an Tagen, an denen sich beinahe zu viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung anbieten. Doch es gibt Fälle, bei denen ein Hobby derart das Leben bestimmt, dass alles andere zur Nebensache wird. Man verliert die Balance, und die schönen Dinge, die man eigentlich zum Ausgleich tut, werden zur absoluten Belastung.

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Gabi und Uli Forkert räumen ihren Freizeitbeschäftigungen sehr viel Raum ein. Sie singt im Laienchor der Dresdner Semperoper, und er begeistert sich für Modellsport.

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Dieses Hobby hat Uli Forkert in einer Phase seines Lebens derart beansprucht, dass er danach vor einem Scherbenhaufen stand. Als Mitglied des Sebnitzer Modellsportvereins übernahm er die Organisation der Fesselmodellflug-Weltmeisterschaft in Sebnitz.

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Uli und Gabi Forkert erzählen, wie die Organisation des Ereignisses das Paar belastet hat.

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Uli Forkerts Fall ist ein Extrembeispiel. Er ordnete alles dem Hobby unter. Die Ehe wurde auf eine harte Probe gestellt.

Doch im Alltag reichen schon geringere Belastungen aus, damit wir uns gestresst fühlen. Die Top-Drei-Stressfaktoren während unserer freien Zeit sind: die Gesellschaft von Menschen, die wir nicht mögen, Verkehrsstau und Menschenschlangen, in denen wir anstehen müssen.



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Hier endet unser Rundflug über die deutschen Freizeitwelten. Die Menschen, denen wir begegnet sind, zeigen, dass wir unsere Freizeit aktiv zu nutzen wissen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass wir uns gern berieseln lassen. Schlimm ist das nicht, solange wir uns in unserer freien Zeit erholen und sie uns bestenfalls: glücklich macht.

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Übersicht

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Kapitel 1 Einführung und Start

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Kapitel 2 Freizeit im Allgemeinen

7 exakt so leben wir freizeit

7 exakt so leben wir freizeit

7 exakt so leben wir freizeit

4 exakt so leben wir freizeit
Kapitel 3 Freizeit und Medien

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Kapitel 4 Aktive Freizeitgestaltung

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Rentner joggt colourbox1214706 1920x unbegrenzt

Slack line im stadtpark colourbox10882465 1920x unbegrenzt

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Kapitel 5 Freizeitstress

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Kapitel 6 Schluss: Das Freizeitbarometer

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