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Jakub Simcik Naechste Generation

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Sein Vater erzählt, er sei Grenzsoldat gewesen. Für den Leipziger Videokünstler Jakub Šimčik ist dies ein Anlass, sich auf Spurensuche zu begeben. Seine bewegende Familiengeschichte verarbeitet der 33-Jährige in seinen Installationen.

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Geboren wurde Jakub Šimčik in Tschechien. Als er vier Jahre alt war, emigrierte die Familie in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Schweden. Später zog Jakub nach Glasgow, dann nach Berlin und schließlich nach Leipzig, wo er an der HGB Fotografie und Bewegtbild studierte.

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Wenn es etwas wie ein Zuhause für ihn gibt, dann ist es Leipzig, sagt Jakub. Aber eine Heimat hat er nicht. Darin sieht er auch einen Gewinn für seine Kunst.

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In Tschechien war Jakubs Vater Grenzsoldat. Scharfschütze. Das erzählt er zumindest. Seine Geschichte verarbeitet Jakub Šimčik in einigen seiner Videoinstallationen.

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In tschechischen Archiven recherchiert Jakub den Lebenslauf seines Vaters. Er findet keine Anhaltspunkte dafür, dass seine Geschichten stimmen. Jakubs Vater war schizophren.

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Für Jakub Šimčik spielt die für den Vater gefühlte Wahrheit trotzdem eine große Rolle. Auch in seinen Videoinstallationen vermischt der Künstler Realität mit fiktiven Abwandlungen der Geschichte - auch, um die Familie nicht bloßzustellen.

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In seinen letzten Jahren in Malmö, glaubte Jakubs Vater, verfolgt zu werden. Von seinen vermeintlichen Stalkern hat er zahlreiche Fotos geschossen. Jakub setzt das in einer Inszenierung mit Schauspielerinnen um.

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Bevor sich Jakub so intensiv mit seinem Vater beschäftigte, hatte er zehn Jahre lang keinen Kontakt zu ihm. Dann ist er gestorben.

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Seine Medienkunst-Dozentin an der HGB in Leipzig, Alba d'Urbano, findet es bemerkenswert, dass sich Jakub Šimčik so gnadenlos mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzt.

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Bereits kurz nach der Ankunft der Familie in Schweden 1988 erleidet der Vater einen Zusammenbruch. Die Mutter trennt sich von ihm und zieht nach Spanien, wo sie mit ihrem neuen Mann glücklich ist. Aufgrund der Wirtschaftskrise sieht sie sich jedoch gezwungen, nach Schweden zurückzukehren.

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Seit ihrer Rückkehr erzählt die Mutter, wieviel besser ihre Küche in Spanien gewesen sei. Ein Zeichen dafür, wie sie das Land vermisst, findet Jakub.

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Seine Videos dreht der 33-Jährige regelmäßig in Küchenstudios, Auto- oder Musterhäusern. Orte des Konsums. Orte der Freiheit für Menschen aus dem ehemaligen Ostblock.

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seiner Videokunstwerke kostet Jakub viel Geld. Deshalb bemüht er sich regelmäßig um Förderung. Verkauft werden die Videoinstallationen als Sammlereditionen in limitierter Auflage. Für seinen Lebensunterhalt nimmt Jakub gelegentlich Nebenjobs an.

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Obwohl Jakub viel Zeit mit der Vergangenheit verbringt, ist seine Arbeit hochaktuell: Er zeigt, wie Menschen geworden sind, wie sie sind. Welche Rolle die gelernte Vorstellung von Heimat und von Grenzen auf den Umgang mit Fremden heute hat.

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nach dem perfekten Drehort für das nächste Projekt. Diesmal wird es nicht um Jakubs Familiengeschichte gehen. "Ich würde gerne viel weniger über mich und meine Familie machen, aber irgendwie kommt es immer wieder hoch."

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