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Los geht's

Manfred Krug

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Manfred Krug wäre am 8. Februar 80 Jahre alt geworden und hätte diesen Tag mit einem neuen Album gefeiert. Zahlreiche seiner Songs aus den 1970er Jahren wollte er neu aufnehmen. Die Arrangements waren fertig.

Dann starb er unerwartet am 21. Oktober 2016. Freunde und Weggefährten erinnern sich in diesem Multimedia-Spezial an den großen Schauspieler und Sänger. Daran, wie er war, daran, wie er arbeitete, daran was sie gemeinsam mit ihm erlebt haben.

Damals war's - Legenden: Manfred Krug [klick]
(Die TV-Doku zum Nachschauen in der Mediathek)

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Ihm eilte sein Ruf meist voraus. Manfred Krug, der große Mann, der charmante Mann, der Mann, der sein Herz auf scharfer Zunge trug. Diesem Ruf wurde Krug gerecht. Meist schon bei der ersten Begegnung. Jutta Hoffmann, Meret Becker, Uschi Brüning und Charles Brauer erzählen.

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1963 heiratet Manfred seine Ottilie. Bis zum Schluss blieb sie an seiner Seite. Sie haben drei gemeinsame Kinder. Die jüngste Tochter Fanny geht später mit ihrem Vater auf Tournee.

Freunde waren Krug immer wichtig. Und die kamen gern und zahlreich zu den Feiern der Familie Krug. Charles Brauer: "Manfred und seine Ottilie, das waren wundervolle Gastgeber."

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Der polternde Zimmermannsbrigadier Hannes Balla, das ist die Rolle, die die meisten mit Manfred Krug verbinden. Trotz Verbot. Dabei hat Krug in zig Produktionen mitgewirkt. Bekannt wurde er mit seinen Mantel- und Degenfilmen. Im Politbüro herrscht große Freude darüber, dass junge Leute freiwillig für eine DEFA-Produktion ins Kino gehen.

Aber egal, ob als Balla, Liebling Kreuzberg oder Kommissar Brockmüller - Krug bleibt Krug. So liest man immer wieder.

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Fast parallel zu seiner Schauspieler-Karriere beginnt Krug zu singen. Er singt Jazz, geht mit seinem Ensemble auf Tour.

Der große Erfolg stellt sich 1971 mit Platten wie "Ein Hauch von Frühling" oder "Es war nur ein Moment" ein.

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Gemeinsam mit anderen Schauspielkollegen hatte Krug 1976 die Petition gegen die Ausbürgerung Wolfgang Biermanns unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt dreht er gerade zusammen mit Jutta Hoffmann "Das Versteck".

Er sollte seine Unterschrift zurückziehen. Das wollte er nicht. Damit war er als "Volksschauspieler der DDR" verbrannt. Er durfte nicht mehr arbeiten.

Krug entschied sich für die Ausreise. Im Winter 1978 ging er nach West-Berlin.

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Krug reiste 1978 aus. Im selben Jahr hatte er seine erste Produktion: "Auf Achse". Die Serie brachte ihn dorthin, wo er nie sein durfte: in die Welt.

Er drehte Kinofilme, hatte einen festen Platz in der Sesamstraße.  Jurek Becker schrieb ihm "Liebling Kreuzberg" auf den Leib. 1984 dann kam das Angebot, im Hamburger Tatort zu spielen. Er nahm an, spielte die Rolle 16 Jahre lang.

2000 ging er in Schauspiel-Rente - als gesamtdeutscher Volksschauspieler.

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Kurz vor seinem 80. Geburtstag erscheint jetzt Krugs letztes Album. Er wollte es selbst produzieren, selbst einsingen. Der Tod machte ihm einen Strich durch die Rechnung. stattdessen haben sich namhafte Künster gefunden, die an seiner Stelle das Projekt umsetzen - mit seiner musikalischen Weggefährtin Uschi Brüning und seiner Tochter Fanny.

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Fanny Krug über ihren Vater

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Fanny Krug stand zwei Jahre lang gemeinsam mit ihrem Vater auf der Bühne. Sie ist das jüngste seiner vier Kinder.

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Christel Bodenstein hat mit Manfred Krug gemeinsam ihre Karriere begonnen. Die beiden galten als das Traumpaar der DDR und drehten unzählige Filme miteinander.

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Jutta Hoffmann hat mit Manfred Krug zwei ihrer wichtigsten Filme gemacht: "Spur der Steine" und "Versteck". Beide wurden verboten.

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Axel Prahl über Manfred Krug

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Axel Prahl hat Manfred Krug nie persönlich kennengelernt. Aber Krugs Filme und Serien haben den Tatort-Kollegen beeindruckt.

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Von 1986 bis 2001 spielte Charles Brauer an der Seite von Manfred Krug im Hamburger Tatort. Zeit genug sich kennen und schätzen zu lernen.

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Angelika Mann hat gemeinsam mit dem Reinhard-Lakomy-Chor die Platte "Ein Hauch von Frühling" eingesungen. Wie viele seiner Freunde hat auch sie eine sehr sensible Seite an dem vermeintlichen Raubein Krug kennengelernt.

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Jutta Hoffmann erinnert sich gern an Manfred Krug. Und die erste Begegnung mit ihm nimmt sie als, nun ja, Kompliment.

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Die Schauspielkollegin konnte während der Dreharbeiten Krugs Wohnung kennen und sah einen Spiegel eines vielbegabten Künstlers

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Charles Brauer lernte Krug von einer herzwarmen Seite kennen. Ihm ging es zu dieser Zeit nicht gut. Krug stützte ihn - wie er das so oft mit Kollegen und Freunden tat.

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Immer guter Dinge, immer dabei: So lernte Angelika Mann Manfred Krug bei der Platten-Produktion von "Ein Hauch von Frühling" kennen.

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Meret Becker hatte ihren ersten Fernseh-Job in der Serie "Auf Achse". Krug blieb auf Distanz (vorerst) und war nicht immer nett.

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1976 lasen Schriftsteller aus Ost und West gemeinsam ihre Texte. Jeder hatte 15 Minuten, danach begann die Diskussion. Im Sommer 1977 brachte der Schriftsteller Jurek Becker seinen Freund Manfred Krug zu einem solchen Treffen mit. Krug las - und brach das Ritual.

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Manfred Krug war amüsant, aufgekratzt und freute sich über das Treffen mit der Sängerin, die bis zuletzt seine feste Bühnenpartnerin bleiben sollte. Das allerdings war auch nicht immer einfach.

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Krug drehte einen Film nach dem anderen; oft drei und mehr Filme pro Jahr, der Volksschauspieler der DDR. Seine Tochter Fanny erinnert sich an einen Vater, der selten zu Hause war.

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Sie haben viel gemeinsam gearbeitet, Christel Bodenstein und Manfred Krug. Schon bei ihrem ersten Film war Ottilie Teil seines Lebens - und schwärmte von ihr.

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Katzen gehörten zu Krugs Familienleben dazu wie das Spielzeug der Kinder. Aber: Manfred konnte niemanden leiden sehen. Schon gar nicht seine Familie. Das ließ ihn irgendwann einen festen Beschluss fassen: Keine Katzen mehr!

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Die Feiern im Hause Krug mit zig, teils uralten Freunden hat Brauer immer nur genossen. Und auch er selbst konnte sich immer auf seinen Kollegen und Freund verlassen.

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Fanny Krug sieht ihren Vater am liebsten in "Spur der Stein". Sie hat den Film gemeinsam mit ihrem Freund in einem Kino sehen können. Ihrem Freund verriet sie damals übrigens nicht, das ihr Vater den Balla spielte. Er fand den Film trotzdem gut.

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Manfred Krug forderte von seinen Kollegen Perfektion. Er selbst unterstützte sie dabei - und wenn es sein musste, weil sie körperlich schwach waren zum Beispiel, schützte er sie auch.

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Manfred Krug hatte eine unglaubliche Kraft, eine Energie die er mit seinen Kollegen gern teilte. Christel Bodenstein erinnert sich an einen ganz besonderen Drehschluss.

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Brauer und Krug waren nahezu berüchtigt dafür, die Drehbücher nicht nur zu besprechen, sondern auch zu korrigieren.

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Meret Becker über Krugs Zettel-Kniff

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Manfred wirkte in seinen Filmen und Produktionen immer locker, so wie er selbst sich oft gab. Das hatte einen Grund.

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Es gab einen Augenblick, in dem fand Meret Becker den großen Mann "sehr süß". Damals bekam sie eine warme Umarmung nach einem kalten Dreh.

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Immer wieder liest und hört man: Krug spielt Krug. Charles Brauer findet das auch. Und das hat durchaus seine Qualität.

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Angelika Mann: "Egal, was er gespielt hat, dit war Manne!"

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Auch Angelika Mann ist der Meinung, der auf der Leinwand war immer Krug. Und damit wurde er für sie zum Vorbild.

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Sinnlich war er, und diese Sprache, diese Stimme ... Und sinnlich war er. Angelika Mann über den Musiker Manfred Krug.

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Meret Becker erfuhr erst spät, dass Manfred Krug nicht nur ein toller Schauspieler, sondern auch ein leidenschaftlicher Musiker war. 

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"Ein Hauch von Frühling" war ein Riesen-Erfolg! Angelika Mann versucht das Besondere an der Platte zu beschreiben.

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Fanny Krug sang mehr als zwei Jahre lang mit ihrem Vater auf der Bühne - zu ihrer großen Freude. Dass er ihr das anbot, konnte sie zunächst nicht fassen. Und sie sieht nur einen einzigen Grund, warum er das getan hat.

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Jutta Hoffmann drehte gemeinsam mit Krug gerade einen Liebesfilm nach einer Romanvorlage von Jurek Becker: "Das Versteck". Biermann war gerade ausgebürgert worden. Hoffmann hatte genau wie Krug die Petition dagegen unterschrieben.

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Krugs Lektorin und Verlegerin Krista Schädlich erinnert sich an Krugs letztes Fest vor seiner Ausreise. Die Stimmung war äußerst beklemmend - trotz Brustbeutel.

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Auch Angelika Mann hatte die Petition unterschrieben. Sie blieb zunächst, ging erst Jahre später. Und genau darum kann sie nachvollziehen, was Krug mit der Ausreise alles hinter sich lassen musste.

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... und war sehr berührt. Von der Komposition und der Schlichtheit der Worte.

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Manfred Krug bat seine Tochter, einen seiner Song auf diesem, seinen letzten Album zu singen. Für Fanny Krug war das keine Frage.

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Übersicht

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Kapitel 1

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Kapitel 2 Erste Begegnungen mit Manfred Krug

Manfred krug imago65969935h kopie

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Kapitel 3 Familie und Freunde

Manfred krug feiert 65. geburtstag 647716 dpa

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Kapitel 4 Manfred als Schauspieler

6 kalaschnikow und doppelkorn maenner im defa film

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Kapitel 5 Manfred als Sänger

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Kapitel 6 Ausreise

Brustbeutel fenster

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Kapitel 7 Neuanfang

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Kapitel 8 Abschied von Manfred Krug

Manfred krug seine lieder 102 original

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Kapitel 9 Auf Wiedersehen

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Kapitel 10

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