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Los geht's

Marc Jung - Der Weg ist der Stil

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Der Erfurter Marc Jung war Ringer, sprühte Graffitis und fühlte sich im Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar zunächst etwas fehl am Platz. Fast hätte er aufgegeben. Doch sein Drang zu malen war stärker und er fand aus der Streetart heraus seinen ganz eigenen Stil.

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befindet sich im Zughafen Erfurt, gleich am Hauptbahnhof. Dort, wo sich Ende der 90er-Jahre die Streetart-Szene Erfurts versammelte, unter anderem auch der Musiker Clueso, dessen musikalische Wurzeln im Hip-Hop liegen.

"Damals hat sich die ganze Streetartkultur hier verbreitet und damit ist auch der Zughafen gewachsen - es gehört ja alles zusammen: Die Musik mit Clueso damals hier und eben auch Graffiti als ein Teil dieser ganzen Kultur. Die Szene war ziemlich groß als ich hier aufgewachsen bin."

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wummern seine Musikboxen: Mal hört er Hip Hop, mal 80s Pop, manchmal Techno. Und genau diese Mischung steht für das, was ihn ausmacht, sagt er.

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schmücken Bilder - einerseits von Malern, die Marc toll findet, wie etwa Albert Oehlen -  aber auch von Schauspieler Mickey Rourke, der "The Wrestler" gespielt hat. Was hat Adolf Hitler an dieser Wand zu suchen?
"Er hat nie in Wien studiert, wo ich studieren durfte."

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vor Energie, die er schon als Kind in viele Hobbys gesteckt hat.12 Jahre lang war Marc Jung Ringer, mit 17 in der 2. Bundesliga, mit 18 hat er dann aufgehört. Noch heute spielt er gern Basketball und Fußball, wenn er abends aus seinem Atelier kommt.

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ist Marc Jung im Erfurt der 90er-Jahre, in dem die Streetartszene blühte. Seine eigene Graffiti-Karriere, zumindest die illegale, hielt er allerdings nicht lange durch. 

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nannte er sich zu Streetartzeiten. Dabei nahm er sich selbst nicht zu ernst. "Das, was wir gemacht haben, war in der Graffiti-Szene nicht cool." Mit einem Freund zusammen arbeitete er unter dem Pseudonym "Nuttenkinder" - eine Parodie auf die Diss-Kultur im Hip-Hop und unter den Graffiti-Crews.

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versuchte der junge Künstler sein Hobby Graffiti in den Leistungskurs Kunst einfließen zu lassen. Doch sein Lehrer betrachtete das nicht als Kunst. Er war der Meinung, Buchstaben haben in Bildern nichts verloren.

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ist Marc heute wieder für Projekte an Schulen, vor allem dort, wo es sonst keinen Kunstunterricht gibt. Mit den Schülern experimentiert er mit verschiedenen Materialien - auch mit Graffiti. Und bei ihm dürfen sie auch Buchstaben malen.

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Am Anfang seines Kunststudiums hemmte ihn dieser Gedanke. Er suchte so lange erfolglos nach einem Malstil, dass er sein Studium fast abgebrochen hätte.

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war das Zauberwort: Marc begann die Sprühdose genauso zu nutzen wie auch Ölfarbe, Spachtel, Klebestreifen, Aufkleber, Fineliner, Textmarker oder Kohle.

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an der Bauhaus-Universität Weimar waren begeistert, wie etwa Anke Stiller: "Er hat es geschafft, eine eigene zeitgenössische Bildsprache zu entwickeln." 

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"Es geht nicht darum, dass ich jedes Bild von ihm toll finde. Aber seine Einstellung: Scheiß drauf, mach doch einfach erstmal!"

Auch das Studium für ein Semester bei Daniel Richter in Wien hat Jung geholfen, lockerer zu malen.

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In manchen seiner Bilder geht es nur um die Malerei. Meistens verstecken sich in Marcs Bildern jedoch mehrere Schichten, die es zu entdecken gilt.

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verkauft der Erfurter inzwischen seine Werke - ob nach Sydney, New York oder London.

"Aber geiler als ein Bild zu verkaufen, ist es, wenn jemand verstanden hat, was ich mache."

Dieses Porträtfoto des Sängers Bosse hat er für einen guten Zweck überarbeitet. Er unterstützt die Kampagne für sauberes Trinkwasser Viva Con Aqua. Als Bosse sein "Jung-Porträt" zum ersten Mal sah, sagte er: "Wenn ich ein Psychologe wäre, würde ich sagen: Marc, du hast ein sonniges Gemüt."

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hat er - denn im Sommer öffnen gleich drei seiner Ausstellungen:

23 | 06 | 2017 Kunsthaus Erfurt | "In the Dusk"
29 | 06 | 2017 Millerntorgallery Hamburg | "Underwaterlove"
23 | 07 | 2017 Museum für Junge Kunst Frankfurt an der Oder | "Das war die Zukunft"







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Übersicht

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Kapitel 1 Intro

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Kapitel 2 Vor dem Studium

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Kapitel 3 Das Kunststudium

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Kapitel 4 Jetzt

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Kapitel 5 Auch spannend...

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