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Peter Maffay DDR

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Maffays Platten sind auch im Osten heiß begehrt. Er hat viele Fans in der DDR und er fühlte sich dem Osten sehr verbunden. Ab 1986 kam es bei seinen Konzerten zu ganz besonderen deutsch-deutschen Begegnungen.

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Jahrelang hat sich Peter Maffay darum bemüht, in der DDR aufzutreten. Eine geteilte Nation mit gemeinsamer Geschichte und kulturellen Wurzeln über die Mauer hinweg mit Musik zu verbinden, wurde mehr und mehr zu einem Herzenswunsch.Seine rumänische Herkunft spielte dabei eine große Rolle.

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Der Song "Über sieben Brücken musst du gehen" spielt eine besondere Rolle bei Peters Konzertbemühungen im Osten. Als der Song "Über sieben Brücken" im Radio lief, war Peters Interesse sofort geweckt. Er besuchte Karat in der Nähe von Wiesbaden bei einem Konzert. Sie verstanden sich auf Anhieb. Der Rest ist Geschichte. Bis heute ist dieses Lied ein Wegbegleiter.

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Damals dürfen in der DDR fast nur West-Künstler auftreten, die unpolitisch sind. Das betrifft vor allem Schlagerstars. Die Jugend in der DDR wird über die Jahre immer rebellischer und orientiert sich mehr und mehr gen Westen. Richtung Rockmusik!

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Überraschend darf Udo Lindenberg 1983 für ein Konzert in die DDR reisen: Ein Auftritt auf dem Friedensfestival der FDJ. Udos Aussagen auf der Bühne ecken an. Der nächste Versuch ein Jahr darauf: BAP soll 14 Konzerte spielen, doch weil sie sich weigern einen kritischen Song aus dem Programm zu nehmen, wird auch ihre Tour abgebrochen.

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Nach den missglückten Vorstößen von Lindenberg und BAP herrscht Eiszeit für den Rock'n' Roll in der DDR. Doch die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Oskar Lafontaine und Peter Maffay öffnet Türen. Der Politiker setzt auf die Kraft der Worte.

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In der neuen Stadt und Kongresshalle von Rostock sollen die ersten Maffay-Konzerte 1986 stattfinden. Nachdem es drei Jahre zuvor zu Krawallen bei dem Udo-Konzert gekommen war, weil Fans nicht reinkamen, fürchtet die DDR etwas Ähnliches könne sich bei Maffay nun wiederholen. Es gibt nur 10000 Eintrittskarten, aber viel mehr Menschen wollen Peter damals sehen. Nur 500 Karten waren wirklich im freien Verkauf erhältlich. Viele seiner Fans aus der ganzen Republik schreiben Briefe. Je verzweifelter der Wunsch eine Karte zu bekommen, desto genauer schaut die Stasi hin. 

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Peter Maffay kommt im Juni 1986 an. Bei jedem Schritt ist die Stasi mit dabei. Die Band hat sich damit arrangiert, damit die Konzerte stattfinden können und nachfolgende Künstler ebenfalls auftreten dürfen. Sie wollen keinen Anlass geben, das Tor zum Westen wieder zu schließen.

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Viele von Maffays Fans wurden von der Stasi aussortiert und durften nicht kommen. Dennoch entfaltet sich eine besondere Energie, die jeden ergreift, der vor Ort ist. Es gibt kaum ein Halten für so viel Begeisterung. Nach dem Konzert schreibt Maffay noch bis in die Morgenstunden unermüdlich Autogramme.

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Aufgrund des reibungslosen Ablaufs in Rostock darf Maffay weitermachen: Zwei Konzerte in Suhl und vier in der Hauptstadt in Berlin werden vereinbart. Sogar eine Fernsehaufzeichnung soll es geben.

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Die Stimmung ist ein Jahr später schon wesentlich lockerer als in Rostock. Immer noch sind viele Stasi-Beamte unter den Gästen, aber dieses Mal auch wesentlich mehr von seinen echten Fans.

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Das ist das Lied, das war die Hymne: natürlich war der Song "Über sieben Brücken im doppelten Sinne die Brücke zwischen Ost und West: "Ein Lied, das hier geboren wurde, das uns aber alle betrifft." so sagte es Maffay. Da hohe Politikprominenz aus Ost und West anwesend ist, ist allerdings Diplomatie gefragt - auch auf der Bühne.

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Beim nächsten Konzert im Osten ist die Mauer bereits gefallen. 1990 tritt Peter im Leipziger Zentralstadion vor 60000 Menschen auf. Es ist bis heute das größte Einzelkonzert, das Peter Maffay je gespielt hat. Und alle singen das eine Lied, das eine Brücke ist zwischen Ost und West.

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