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Holocaust-Gedenktag

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All die Juden, die in den 1930er Jahren aus Österreich und Deutschland nach Israel kamen, wurden als übertrieben gründlich, korrekt - eben furchtbar deutsch bespöttelt. Sie und ihre Kinder gelten noch heute als die "Jeckes".

In Ramat Gan bei Tel Aviv steht das Altersheim "Pinchas Rosen". Es ist eines von den sogenannten Elternheimen, die in Israel extra für die Jeckes gebaut wurden. Viele der Bewohner waren in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts vor den Nazis nach Palästina geflüchtet oder sind nach Ende des Zweiten Weltkriegs eingewandert.
Heute sind viele von ihnen die letzten Zeugen der Shoah.

Autor Marcus Weller hat sie besucht.  

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Die Jeckes aus dem Altersheim inspirieren Gäste aus aller Welt. Diskussionsfreudig und streitbar reden sie über das Vergangene und das Heute. Kein Wunder, dass Pflegehelfer Oliver Vrankovic den Jeckes verfallen ist.

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Manfred Rosenbaum wurde 1924 in Berlin geboren. Mit 11 Jahren zog er zu seinem Vater nach Amsterdam. Seine Mutter wanderte nach Palästina aus.
1942 wurde Manfred Rosenbaum in das Durchgangslager Westerbork deportiert. Er arbeitete dort als Ordonanz und wurde im Februar 1944 durch die SS in das Konzentrationslager Bergen-Belsen überstellt. Im April 1945 wurde er auf einem Räumungstransport im brandenburgischen Tröbitz von der Roten Armee befreit. Danach kehrte Manfred Rosenbaum zunächst in die Niederlande zurück. 1946 emigrierte er nach Palästina.

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Das Überleben

Nach der Befreiung des Häftlingstransports durch die sowjetische Armee ging Manfred Rosenbaum nach Amsterdam zurück. Er traf dort einen Freund, ein Überlebender.
 

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Das Unbegreifliche

Manfred Rosenbaum musste Bergen-Belsen mit einem Räumungstransport verlassen. Die Bilder des Lagers im April 1945 erscheinen ihm noch heute schmerzhaft eindringlich.

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Aus Westerbork wurden jüdische Frauen, Männer und Kinder aus den Niederlanden und Deutschland in die Vernichtungslager im Osten deportiert.
Manfred Rosenbaum war seit 1942 hier inhaftiert. Er war als Ordonanz der Lagerkommandantur eingesetzt und so auch an der Abwicklung der Transporte beteiligt. 

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Fahrt in den Tod

Die jüdischen Häftlinge des Durchgangslagers wurden überwiegend nach Auschwitz und Sobibor deportiert. Zwischen 1942 und 1944 wurden mehr als 107.000 Juden aus Westerbork in die Vernichtungslager geschickt. Manfred Rosenbaum ist einer von nur 5.000 Überlebenden.

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Bilder aus Westerbork

Der jüdische Kameramann Rudolf Breslauer war seit 1944 in Westerbork inhaftiert. Er drehte im Auftrag des KZ-Kommandantur einen Film über das KZ. Die Bilder sind aufsehenerregend, weil sie ohne propagandistische Intention das Leben im Lager zeigen. Darunter ist wahrscheinlich die einzige Filmaufnahme vom Start eines Deportationszugs nach Auschwitz. Auch Rudolf Breslauer selbst wurde von der SS nach Auschwitz deportiert und dort getötet.

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Neue Heimat

Aus einem Villenviertel Nürnbergs floh die Familie mit Gertrud in den Staub Palästinas. Der großbürgerlichen Familie fiel der Neuanfang schwer. Deutsche Kultur wurde identitätsstiftend. Sie wurden typische Jeckes. Und waren froh, entkommen zu sein.

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Gertrud Klimowski ist die Nichte von Salman Schocken. Schocken war ein bedeutender Kaufmann, Zionist und Verleger.
Aus der Nazi-Hochburg Nürnberg floh das Mädchen mit ihrer Familie erst nach Hamburg. 1937 emigrierten sie über Holland nach Palästina.

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Hastiger Aufbruch

Eines Tages im April 1933 heißt es für das 10-jährige Mädchen: Abreise aus Nürnberg. Es war der Boykott-Tag, an dem auch das Warenhaus ihres Onkels, des jüdischen Kaufmanns Samuel Schocken, in Nürnberg angegriffen wurde. Ihr Vater arbeitete dort und hörte noch rechtzeitig von üblen Verleumdungen.

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Ohne Hoffnung in Hamburg

Nach der raschen Flucht aus Nürnberg gibt es für Gertrud und ihre Familie auch in Hamburg keine Zukunft.

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Angst um die Familie

Das junge Mädchen erfuhr nicht nur selbst Gewalt. Ihre Familie ist nicht mehr sicher. 1937 ging es für Gertrud und ihre Eltern über Amsterdam und Italien nach Tel Aviv.

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Nair Yoam wuchs in Berlin auf. 1938 kam er mit anderen jüdischen Jugendlichen über Triest in das britische Mandatsgebiet Palästina. Die ersten Jahre verbrachte er bei Onkel und Tante in Haifa. Er legte seinen Namen Manfred ab und taufte sich in Yair um.
Seinen Eltern gelang die Flucht aus Deutschland nicht, sie wurden im KZ Kulmhof (Chelmno) ermordet. Von dem Tod seiner Eltern erfuhr Yair erst nach dem Krieg.

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Verlust und Neuanfang

Die Eltern des Jungen waren 1938 in Deutschland zurückgeblieben. Sie planten ihre Flucht nach Chile, aber das Visum, für das sie viel Geld ausgegeben hatten, erwies sich als gefälscht. Sie fielen den deutschen Behörden in die Hände und wurden schließlich in dem deutschen Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) ermordet.

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Zweifelhaftes Willkommen

Für Überlebende aus den Konzentrationslagern war der Anfang in Palästina und Israel nicht leicht. Ihnen begegneten viele Vorurteile. Yair Noam beobachtete das.

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Widerstand und Shoah

Die Geschichten und Gedanken der Heimbewohner faszinierten Oliver Vrankovic von Beginn an. Aber ein Thema mied er zunächst: den Holocaust.  

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Israel verstehen? Hört auf die Überlebenden!

Oliver Vrankovic redet viel mit den Jeckes, jenen Einwanderern, die oft noch rechtzeitig ihre Heimat verlassen konnten. Und die Überlebenden der KZs lassen ihn die Geschichte Israels verstehen.
  


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