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Los geht's

Baumbach Duo Naechste Generation

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Jung, kreativ, multimedial

Näher geht's nicht: Die Musikerinnen Thea und Anne Baumbach (von links) sind Zwillingsschwestern. In Weimar wohnen sie Tür an Tür, studieren zusammen an der Musikhochschule und feilen an ihrer gemeinsamen Karriere: Als Baumbach-Duo wollen sie die Kammermusik-Szene aufwirbeln.
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Das Baumbach-Duo spielt hier zum ersten Mal vor einer Videoinstallation von David Leroy, einem Studenten der Bauhaus-Universität.

Die Musik stammt vom Komponisten Thomas Nathan Krüger, den die Zwillinge persönlich kennen. Das Stück heißt "flør" und ist von der Unterwasserwelt inspiriert, wo sich Anemonen wiegen und ab und zu ein Fisch vorbeihuscht. Können Sie sie hören?
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Die Projektionen sollen dem Publikum als Treppe dienen - hin zur Neuen Musik, die man häufig nicht ohne Weiteres versteht. Nicht jeder kann sich mit dieser Idee anfreunden. Die Bilder würden von der Musik ablenken, so der Vorwurf mancher Traditionalisten.
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"Eigentlich sind wir ein Trio."

Das Baumbach-Duo mit seinem "dritten Mann" David Leroy. Der Videokünstler reagiert während einer Performance live auf die feinen musikalischen Stimmungswechsel.

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Weimar - Ganz viel Hochkultur und ganz wenig Platz

Glücksfall Nummer 1: Die Aufnahmehürden an Musikhochschulen sind hoch. Umso glücklicher waren die Zwillinge, als sie beide an derselben Hochschule angenommen wurden.

Glücksfall Nummer 2: In ihrem Studiengang - Konzertexamen Kammermusik - haben sie Unterricht bei zwei Professoren, die wie sie im Duo musizieren: "Das Beste, was uns passieren konnte!"

Glücksfall Nummer 3, insbesondere für Thea:
"Weimar ist einfach die Hochburg der Gitarre."

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"Weimar ist ein gediegenes Städtchen, man ist sehr behütet, es gibt kaum Nachtleben, das einen vom Studium ablenken könnte. Die Oma war froh, dass ich als 19-jährige zum Studieren hierher gegangen bin." (Thea)

"Andererseits ist Weimar schon voller guter Musiker. Für junge Musiker ist es schwer, Fuß zu fassen." (Anne)
 


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Näher geht's nicht

Wer sein Geld mit Konzerten verdient, spart nicht am Instrument: Theas Gitarre eines Gitarrenbaumeisters hat rund fünftausend Euro gekostet; der Preis für Annes Flöte lag bei neuntausend Euro - und das waren noch Schnäppchen. Manche Profis spielen Instrumente im Wert von zehn- bis zwanzigtausend Euro.
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Einige Jahre lang wuchsen die Zwillinge getrennt voneinander auf. Da waren sie beide Teenager und besuchten unterschiedliche Gymnasien: Anne das Schloss Belvedere, eine Spezialschule für Musik in Weimar, Thea ein normales Gymnasium in Magdeburg, der Heimatstadt der beiden. Thea haderte damals mit der klassischen Gitarre, spielte lieber in einer Rockband. Anne wiederum fand sich inmitten der heranwachsenden musikalischen Elite wieder...

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Klar, die Leute lieben Zwillinge. Aber es gibt noch einen weiteren, nicht so offensichtlichen Zwillingsbonus.

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Als Stipendiatinnen des Vereins "Yehudi Menuhin Live Music Now" besuchen die Schwestern Menschen, die nicht selbst ins Konzert gehen können.

"Da merkt man, warum man Musik studiert", sagt Thea Baumbach.

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"Unsere Mutter ist Sängerin, unser Vater ist Gitarrist. Die haben auch früher zusammen Musik gemacht. Und diese Kombination Gesang und Gitarre, die führen wir fort als Flöte und Gitarre."
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Geschwisterliebe zur Musik

Spontan zu Wettbewerben gefahren, ein paar Preise mit nach Hause genommen, ihre erste CD veröffentlicht - 2017 ist einfach ihr Jahr, sagen die Baumbach-Schwestern. Bei einem Wettbewerb haben sie sich dann diese T-Shirts gekauft: "Take a risk or loose a chance" steht da drauf. Einfach mal machen - so ihr Motto für dieses Jahr.

Was die beiden außerdem beflügelt: Eine Entscheidung, die sie zu Beginn ihres Kammermusik-Studiums getroffen haben...
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Nach getrennter Schulzeit und getrennten Auslandsemestern ist Schluss mit dem Einzelgängertum; von hier an führen ihre Wege wieder zusammen: "Wir waren schon lange genug allein."
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