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Bernd Lutz Lange

Bernd Lutz Lange

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Kabarettist Bernd-Lutz Lange blickt auf ein abenteuerliches Leben zurück. Der Dialektpfleger und Lene Voigt-Fan ist Gründungsmitglied der "academixer", und verhalf als einer der "Sechs von Leipzig" der friedlichen Revolution entscheidend zum Erfolg. Zahlreiche Freunde und Weggefährten ehren den Vollblut-Sachsen. Heute ist der Ehemann, Vater und zweifache Opa vor allem als Buchautor erfolgreich.  
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Bernd war ein kleines Wunder für seine Mutter Ilse Lange, der man prophezeit hatte, keine Kinder mehr zu bekommen. Doch 11 Jahre nach seinem Bruder Martin erblickt Bernd-Lutz das Weltenlicht – am 15. Juli 1944. Der Lange-Bernd wächst in der Bergbaustadt Zwickau auf und erlebt eine Kindheit in der Nachkriegszeit.1950 wird der kleine Lange eingeschult. Mit Mathematik und den Naturwissenschaften steht er auf Kriegsfuß. Geschichte und Literatur sind eher sein Fall.
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Seit den 50er Jahren begleiten Bernd Freunde aus Jugendtagen in guten und in schlechten Zeiten. Sie stehen dem 12jährigen zur Seite, als Vater Arthur stirbt. Und auch die Gärtner-Lehre und Arbeit in der LPG „Sieg des Sozialismus“ ertragen sich so leichter. Joe Härtel, Rudi Kleinstück und Bernd werden Freunde fürs Leben.
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Leipzig wird für Bernd-Lutz Lange zur zweiten Heimat auf Lebenszeit. Er studiert an der Fachschule für Buchhändler in Leutzsch. Zusammen mit Jürgen Hart, Gunter Böhnke und Christian Becher gründete er 1966 das Studentenkabarett "academixer". Das Quartett überzeugte mit Musikalität, Requisitenarmut und doppelbödigen Texten. Dabei präsentiert jeder im Ensemble solistische Stärken.  
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Erfolg hat Bernd-Lutz Lange nicht nur als Amateurkabarettist. Im Gründungsjahr der „academixer“, 1966, erobert er die Liebe seines Lebens, mit der er 2019 „Goldene Hochzeit“ feiert: Stefanie. Ins Rampenlicht und vor die Kamera zieht es sie nie. 1971 feiern Langes Weihnachten zum ersten Mal zu dritt. Alexander, genannt „Sascha“, macht die Familie komplett. Im Jahr seiner Einschulung, 1978, wird der Papa Berufskabarettist und der Kartenvorverkauf bei den „academixern“ zum Sinnbild des Erfolges.
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Die Arbeit bei den erfolgsverwöhnten „academixern“ ist inzwischen klar verteilt: Jürgen Hart schreibt die meisten Texte für das Ensemble. Eine Dominanz, die Bernd-Lutz Lange zunehmend weniger gefällt. Veränderung liegt in der Luft. Bernd-Lutz Lange beginnt, Bücher zu schreiben. 1986 erscheint das erste von mittlerweile 20, ein „Kleiner Stadtrundgang mit Liedern und Gedichten“.
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1988 verlässt Bernd-Lutz Lange die „academixer“ und geht wenig später mit Gunter Böhnke eigene Wege. „Wir fangen gleich an“ heißt das erste Programm des Duos Böhnke/Lange. Bernd-Lutz stellt als Autor seine prophetischen Kräfte unter Beweis und bringt die Kulturfunktionäre ins Schwitzen.
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Leipzig im Herbst 1989. Jeden Montag ziehen friedliche Demonstranten um den Innenstadtring. Jede Woche werden es mehr. Erst Hunderte, dann Tausende fordern politische Veränderungen und setzen die Staatsmacht unter Druck. Während auf der einen Seite Einsatzkräfte formiert werden, schließen sich andererseits sechs Leipziger zusammen- über alle ideologischen Grenzen hinweg. Am Nachmittag des 9. Oktober 1989 kommen die „Sechs von Leipzig“ zusammen: Kurt Masur, Bernd-Lutz Lange, Pfarrer Peter Zimmermann und die drei Funktionäre Kurt Meyer, Jochen Pommert und Roland Wötzel. Während sie einen Aufruf zur Besonnenheit an die Demonstranten formulieren, machen sich nach und nach 70.000 Leipziger auf den Weg zum Ring.      
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Die 90er werden zur Hoch-Zeit des Duos Böhnke/Lange. Das Publikum ist begeistert von den Bühnenprogrammen und Sketchen. „Der Sachse“ läuft als Reihe mit großem Erfolg im MDR und nimmt die Marotten der Landsleute liebevoll aufs Korn. Auch „Leute gibt’s“ wird ein Erfolg. Gastauftritte von Prominenten sind das Markenzeichen der zweiten Sketch-Serie.
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2004 sind Böhnke und Lange 60 – und beenden ihre Zusammenarbeit. Ein Entschluss, der schon einige Jahre zuvor gefallen ist. Sie sind preisgekrönt mit dem Leipziger Löwenzahn auf dem Gipfel ihrer gemeinsamen Zeit angekommen, wollen aufhören, wenn es am schönsten ist, neue Herausforderungen suchen. Auf Bernd-Lutz wartet bereits das nächste Kabarett-Abenteuer…
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Die Heimatdichterin Lene Voigt hatte viele Werke ins Sächsische übersetzt. Ihre Texte und Märchen haben die Kabarettisten Lange, Pauls und Böhnke neu entdeckt.
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Nach fast 50 Jahren auf der Kabarettbühne verabschiedete sich Bernd-Lutz Lange 2014 von seinem Publikum im Leipziger academixer-Keller und von den Fernsehzuschauern. Dieser Bühnenabschied war aber nur ein Abschied vom Kabarett. Der Autor ohne Kabarett hat nun Zeit für Familie und Freunde, fürs Reisen und Schreiben. Außerdem gibt er gern Lesungen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Bernd-Lutz Lange auch als Schriftsteller einen Namen gemacht – mit Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend, als Sammler sächsischen Humors und mit Veröffentlichungen zur Geschichte der Leipziger Juden. Im Herbst erscheint sein Buch "David gegen Goliath - Erinnerungen an die Friedliche Revolution", dass er zusammen mit seinem Sohn, dem Historiker Sascha Lange, geschrieben hat.
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