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Buchmacher in Mitteldeutschland

Buchmacher in Mitteldeutschland

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Warum in die Ferne schweifen?
In Mitteldeutschland gibt es rund
300 Verlage und etliche Druckereien.
Wir stellen fünf Buchmacher vor.

(zum Lesen: nach unten scrollen und jeweils das Bild anklicken, weiter scrollen)
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Damit können Sie problemlos abtauchen: Die Edition Wannenbuch macht' s möglich. Die Bücher sind in rund 15 Minuten gelesen, bevor das Badewasser kalt ist und die Haut schrumpelt. Spannende Thriller wie "Und ewig jagt der Hai", hatten wir schon nach 10 Minuten durch, die Yoga-Übungen "Sonnengruß im Badeschaum" können auch mal länger dauern.
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Lesefutter für spannende und entspannende Momente: Auch Reiseführer, Liebesromane und Erotik-Bücher sind dabei. Literarischen Tiefgang sollte man nicht erwarten, dafür aber gute Unterhaltung. 
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Entstanden ist die Idee für den
Wannenbuch-Verlag bei einem
Urlaub. Der ehemalige Journalist
Jens Korch und seine Kollegin
Grit Strietzel hatten die Idee dazu.
In Italien. Natürlich am Pool.
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Gerne hätte Verleger Jens Korch eine Produktionsfirma in Deutschland beauftragt. Doch auch noch so beharrliches Suchen, brachte keinen Erfolg. Auch nicht in Europa. So muss die Edition Wannenbuch derzeit in Asien produzieren lassen. Dafür gibt's hohe Auflagen: die Badewannenbücher werden vor der Auslieferung in Deutschland gründlich auf Schadstoffe geprüft. Also, plantschen ohne Reue.
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Seine berufliche Laufbahn begann als Zeitungsredakteur. Doch dann kam die Idee mit den Badewannenbüchern. Was aus einer Urlaubs-Laune entstanden war, entwickelte sich schnell zum Vollzeitjob. So entschied sich Jens Korch, Nägel mit Köpfen zu machen und stieg als Verleger ein. Das hat er bisher nicht bereut: Seit der Verlagsgründung im Jahr 2010 ist der Kleinverlag stetig gewachsen.
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Länge: ca. 3:30. Der Beitrag startet automatisch. 
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Zeugen blutrünstiger Vergangenheit:
Verleger Michael Kirchschlager hat sich
auf wahre Kriminalfälle spezialisiert:
vom Mittelalter bis in die jüngere
Vergangenheit. Doch sein liebstes
Buch-Kind ist Emil. Ein waschechter Thüringer.
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Hier, in der Kemenate in Schwallungen bei Meiningen, hat er seine besten Ideen. Der gebürtige Hallenser Michael Kirchschlager ist ein Multitalent. Ob als Regisseur, als Koch in der MDR-TV-Doku "Abenteuer Mittelalter", als Autor des Drachen Emil oder eben als Herausgeber blutrünstiger Kriminalgeschichten. Der 52-jährige findet immer wieder neue Betätigungsfelder. Zur Zeit renoviert Kirchschlager seine Kemenate in Schwallungen stilecht: mit Materialien wie im Mittelalter. Offizieller Sitz seines Verlags ist aber in Arnstadt.
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Der Bestseller des Kirchschlager Verlags ist das Buch "Serienmörder in der DDR" von Hans Thiers. Im März 2018 stand es auf Platz 15 der Bestsellerliste des Börsenvereines des deutschen Buchhandels.
Erzählt wird darin zum Beispiel von Volker Eckert, dem Prostituiertenmörder, der schon als 15jähriger eine Mitschülerin ermordet hatte.
Autor Hans Thiers ist ein Mann vom Fach: als Kriminalbeamter a.D. kennt er die Fälle aus der eigenen Praxis.
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Sein liebstes Kind (neben seinen eigenen): der Drache Emil aus der Drachenschlucht, ein waschechter Thüringer. Inzwischen gibt es schon den
4. Band der liebenswerten Geschichten für Kinder ab 8 Jahren. Wundervoll gestaltet von dem Leipziger Illustrator Steffen Grosser: Der Grafiker beweist ein großes Gespür für die kleinen, liebenswerten Momente (wie hier der Blick auf den lachenden Regentropfen) und ergänzt die Texte kongenial. Klasse in Szene gesetzt ist zum Beispiel auch der Pups-Wettbewerb unter den verschiedenen Tieren. Einfach köstlich.  
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Sie fand keinen Verlag 
und wurde "Selfpublisher"  
-  eine Selbstverlegerin:
Marah Woolf. Die Magdeburgerin 
schaffte das, was wovon viele nur
träumen: mehr als eine Million
verkaufte Bücher und E-books.
Inzwischen hat sie mit Oettinger
auch einen großen Verlag gefunden.
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Marah Woolf: In Wirklichkeit heißt sie anders (nämlich Ina Körner), aber Fantasy-Romane mit deutschem Autorennamen herauszubringen, schien zu gewagt. Schließlich hatte sie keinen Verlag im Rücken. Der Erfolg gab Marah Woolf recht. Geboren ist die 47-jährige in Magdeburg und dort hat sie auch studiert: Geschichte und Politik. Nach einem Auslandsaufenthalt mit der Familie in Schottland stand ihr Entschluss fest, es als Autorin zu probieren.
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Das Internet als Marktplatz eröffnet Marah Woolf eine große Chance. Sie bietet ihre Bücher zunächst im Netz an. Man kann sie als gedruckte Exemplare ordern, aber auch als E-Books. Da sie spannend und im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaft schreibt, wird ihre "Mondlicht"-Saga schnell ein Bestseller.
Mehr als 30 Bücher hat die 47 jährige inzwischen veröffentlicht. Der Erfolg ist dennoch kein Märchen, sondern das Ergebnis von harter Arbeit - und Talent.
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Eines Tages sind die Seiten in bedeutenden Büchern leer. Zurück bleibt nur noch eine leere Hülle - ohne Text. So beginnt Marah Woolfs Roman "Bookless - Wörter durchfluten die Zeit".
Die Geschichte spielt in der ehrwürdigen Londoner Nationalbibliothek.
Nicht ohne Grund: Die Autorin liebt den Charme von alten Archiven, wie hier im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg. Eine geheimnisvolle, ganz besondere Atmosphäre, findet sie.
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Länge: ca. 3:30. Der Beitrag startet automatisch.
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Plauen kann nicht nur die berühmte Spitze herstellen, sondern ist auch eine Größe im Buchdruck. Oder hätten Sie gewusst, dass die beliebten Wimmelbücher hier hergestellt werden? Die Firma Sachsendruck ist bundesweit sogar die einzige, die Pappebücher noch drucken kann. Hier hat übrigens auch der erste Deutsche im Weltall seine Ausbildung gemacht.
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Hightech-Maschinen und traditionelles Buchdruckerhandwerk paaren sich hier in einem Unternehmen. Die Firma Sachsendruck hat schon viele Höhen und Tiefen hinter sich und musste sich immer wieder neu ausrichten. Mit Erfolg. Inzwischen ist die sächsische Firma, die einzige in Deutschland, die noch Pappebücher herstellen kann. 

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Siegmund Jähn, der erste Deutsche im All, ist sicher der bekannteste Lehrling in der langen Tradition der Firma Sachsendruck. Er machte seine Ausbildung vor allem in zwei Außenstellen des Unternehmens: in Klingenthal und Falkenstein. Hier zu sehen (Mitte) bei einem Werksbesuch in Plauen.
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Der kleine Maulwurf von Werner Holzwarth
und Wolf Erlbruch.
Nur eines von vielen Pappebüchern, die
die Firma Sachsendruck in Plauen produziert.
Schon die Klassiker Max und Moritz wurden
hier verlegt. Inzwischen können auch
Privatleute hier bestellen, auch einzelne
Bücher - zum Beispiel zur Geburt.
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Länge: ca. 3:30. Der Beitrag startet automatisch.
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Die Schönheit verfallener Orte: die ehemalige Druckerei VEB GRAVO Druck am Reileck in Halle. 
Das Gebäude gehört zu den faszinierenden Industrieruinen, die der Bildband "Lost Places" Halle zeigt. Seit mehr als 10 Jahren sind die Bildbände im Programm des Mitteldeutschen Verlags. 

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So sieht die Ruine des VEB GRAVO Druck von Innen aus. Die Fotos von Marc Mielzarjewicz gewähren einen  Blick, an dem sich viele Phantasien entzünden können. Wer hat hier gestanden und aus dem Fenster geblickt? Welche Menschen haben hier gearbeitet und bunte Postkarten und Plakate produziert? Was könnte man heute daraus machen? Der Zauber längst vergangener Zeit, das war es auch, was den Mitteldeutschen Verlag bewogen hat, die Reihe zu starten. Zu Magdeburg, Chemnitz, Leipzig oder Halle sind inzwischen auch überregionale und internationale Orte hinzugekommen.
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"Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen", sagt Verleger Roman Pliske. Diese  Begeisterung sieht man ihm an, wenn er von seinem Team und seinen Projekten spricht. Mit Autoren wie Erich Loest setzt Pliske zwar weiterhin auf Tradition. Bereichert das Programm aber mit neuen Sparten wie Reise oder Foto- und Kunstbüchern. 
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Der Mitteldeutsche Verlag blickt auf eine lange Tradition zurück. Hier wurden Bruno Apitz' "Nackt unter Wölfen" und Christa Wolfs "Der geteilte Himmel" herausgebracht. Erich Loest kehrte sogar kurz vor seinem Tod zum mdv zurück, sein Roman "Der elfte Mann" ist jetzt wieder neu erschienen. 
Belletristik ist nach wie vor ein Schwerpunkt, gern auch regional. wie der historische Roman "Nacht über Gotha" über den Thüringer Kunstraub vor 40 Jahren. Im Bereich Sachbuch ist gerade erst "Weimar 2019" "von Jörg Sobiella erschienen.

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