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Das mitteldeutsche Seenland

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Vor 30 Jahren waren hier noch die Spuren von Braunkohleförderung und Chemieindustrie zu sehen. Jetzt ist  es eines der größten Landschaftsbaustellen weltweit: das neu entstandene Seenland rund um Leipzig, Halle, Merseburg, Weißenfels und Bitterfeld. Seit 20 Jahren verändert sich die Landschaft. Es entstehen Naturparadiese mit gefluteten Tagebauen, großen neuen Wäldern und Naturschutzzonen, in denen es zwitschert und singt. Stück für Stück erobert sich die gesunde Umwelt ihren Platz zurück.

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Der Wandel der Landschaft hat auch das Leben der Menschen zum Teil auf den Kopf gestellt. Aus Bergmännern sind Seemänner geworden. Der Ansturm auf Anglervereine, Tauchschulen und Bootsbauer ist enorm. Axel Bulthaupt  trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Viele haben umgelernt und sind neu gestartet. Sie haben sich oft ihren Traum vom Leben mit und am Wasser erfüllt.

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 Vor 30 Jahren war hier noch eine ausgeräumte Gegend, mit weggebaggerten Orten, Städten mit dicker Luft, und wenig Lebensqualität. Kaum vorstellbar! Denn inzwischen ist aus der Mondlandschaft ein Erholungsgebiet geworden. Allerorten gibt es Marinas, Uferpromenaden und Strandlokale. Am Wochenende zieht es die Städter aufs Wasser. Es gibt Segelboote und Tauchclubs, Angelvereine und Surfschulen. Die Freizeit boomt im Mitteldeutschen Seenland.

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Vor acht Jahren hat Jens Hank sein Leben auf den Kopf gestellt. Damals gab es hier am Hainer See noch keine weißen Villen am Strand, sondern nur ein paar Bohlen, die über Schotterpisten führten. Er kündigte seinen Job als IT-Administrator und baute eine Segelschule auf. Mit seiner Frau lebt er im eigenen Hausboot.

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Mit den neuen Seen ist auch das Landleben im Leipziger Süden wieder erwacht. Dreisgau-Muckern, nur wenige hundert Meter vom Störmthaler See entfernt, ist heute eine Gemeinde wie aus dem Bilderbuch. Doch jahrzehntelang stand der Ort unter DDR-Bergrecht, das Ende war schon gesetzt und die Menschen zogen weg. Doch dann kam alles anders.

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Erfahrene Paddler schaffen den Weg vom "Cossi" in die Leipziger Innenstadt in anderthalb Stunden. Fast zehn Kilometer lang ist der Wasserwanderweg. Die Verbdinung über eine Schleuse ist Teil des Wasserstraßennetzes, das in den nächsten Jahrzehnten noch mehr Seen im Leipziger Süden verbinden soll. Auf dem Weg trifft Axel Bulthaupt den Biologen Jens Kipping. Er ist derjenige, der den Eisvogel im Leipziger Flossgraben entdeckt hat.

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Leipzig hat von Goethe den Adelstitel "Klein-Paris" bekommen, aber inzwischen muss man eher von "Klein-Venedig" sprechen. Die Stadt inzwischen mehr Brücken über das feingliedrige Wasserstraßennetz als das italienische Original. Vielleicht ist sie auch deshalb beliebter denn je. Jedes Jahr ziehen mehr als 10 000 Menschen neu nach Leipzig. Eine davon ist Friederike Fellner. Sie verarbeitet Kräuter zu Salben, Seifen und Cremes, die sie am Schladitzer See findet.

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Folgt man der Saale flußabwärts, gelangt man nach Halle. Es ist die zweite große und wichtige Stadt im mitteldeutschen Neuseenland. Hier steht das bedeutende Kunstmuseum Moritzburg und die renommierte Kunsthochschule Burg Giebichenstein. In der Stadt steht eine der ältesten Universitäten Deutschlands, die Martin-Luther-Universität. Halle war eine geistige und kulturelle Hochburg. Durch die Salzgewinnung in den Salinen war man außerdem wohlhabend.

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Sie stürzt sich von 24 Metern in die Tiefe: Anna Bader ist eine der weltweit erfolgreichsten Wasser-und vor allem Klippenspringerinnen. Sie ist mit ihrer Familie nach Halle gezogen und hat dabei etwas in der nahe gelegenen Goitzsche entdeckt, was ihre Fantasie beflügelt hat. Den 27 Meter hohen Pegelturm sieht sie bereits als öffentliche Trainings-und Wettkampfstätte werden. Bald werden sie einen Probesprung wagen. Wenn alles glatt geht, könnte es bald ein neues Highlight am Goitzsche-See werden.

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Der große Goitzsche-See grenzt fast bis an die Stadt. Und bis dahin reichte auch der Braunkohletagebau, der zusammen mit der nahen Chemie- und Fotoindustrie aus Bitterfeld-Woflen die "schmutzigen Schwesternstädte" machte. Die Kohle gab tausenden Menschen Arbeit, aber die Landschaft hat sie in einen lebensunwürdigen Zustand verwandelt. Doch das sollte sich ändern - und der Zufall half mit.

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Palmen, Cocktails, köstliche Speisen und ein Chef, der die Wünsche seiner Gäste kennt: Andreas Beuster will mit seinem Restaurant ein Lebensgefühl vermitteln. Zu DDR-Zeiten  war er Berufsmusiker in Bitterfeld. Als dort die Goitzsche entstand, beschloss er, sein sehr besonderes Restaurant aufzumachen, mit dem schönen Namen  „Seensucht“.

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19 Quadratkilometer groß ist der Geiseltalsee bei Mücheln, und damit der größte künstliche See Deutschlands. Seit 2011 ist der ehemalige Braunkohletagebau geflutet und lädt nun zum Erholen ein. Am Norden des Sees wächst seit einigen Jahren Wein. Außerdem haben sich seltene Tierarten hier angesiedelt

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