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Der schönste Sommer meiner Kindheit, Teil 2

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Ob mit dem Rad quer durch die DDR oder am Strand von Prerow - die Erinnerungen an damals sind für viele unvergesslich. Lassen Sie sich entführen an die Orte, mit denen man Kindheitserinnerungen verbindet. Damals, als das Meer ein bisschen blauer und die Sonne ein bisschen heißer zu sein schienen.

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Am FKK-Zeltplatz in Prerow auf dem Darß verbrachte Petra Zieger mit ihrem damaligen Freund und heutigen Ehemann, Peter Taudte, zwischen 1979 und -82 gemeinsame Campingurlaube. Im heimischen Erfurt wurde das Zweimann-Zelt eingepackt und dann ging es mit dem Trabbi hoch an die See. Vom Camperleben mit Luftmatratze und riesigen Waschräumen war Petra allerdings nicht sehr angetan. Dafür umso mehr von dem weitläufigen Strand direkt am Zeltplatz, wo sie gern spazieren ging – ob mit oder ohne Bikini. „Damals hat das keinen gestört“, so die heute 59-Jährige.

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Anfang der 50er-Jahre war es noch unüblich, sich hüllenlos am Strand zu zeigen. Doch es wurden von Jahr zu Jahr mehr, die FKK zu ihrer Urlaubsnormalität machten. In Prerow, auf dem berühmten Zeltplatz in den Dünen, entwickelte sich ein kleines Paradies für die Nacktbader aller Altersstufen. „Rock and Roll am FKK“ – so der Titel eines Sommerhits aus dem Jahre 1983 gesungen von Petra Zieger und Band. Gedreht wurde leicht bekleidet am Müggelsee. Und nicht – obwohl auch passend – am FKK-Zeltplatz in Prerow auf dem Darß.

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Das Jugenderholungszentrum am Scharmützelsee war einmalig in der DDR. Es war der modernste Ferienpark des Landes. Eigene Restaurants, Diskos, Bars, Spiel- und Sportplätze, sogar ein Segelbootshafen – Damit lockte das Prestigeprojekt der Jugendorganisation FDJ Feriengäste aus dem Inland und hin und wieder sogar aus dem Ausland an. Eine Ferienanlage „de luxe“.

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Auch Sven Strobel war oft da - allerdings nicht nur zum Ferien machen. Als Hochseilartist bei der Berliner Amateurgruppe „Luftkometen“ kam er jedes Jahr zum Trainingslager ins JEZ. Sven lernte neue Freunde kennen. Zum Beispiel Burkhard Bastian, genannt „Meise“, den hauseigenen Diskotheker. Der war bekannt für seinen ganz eigenen Stil.

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Einmal mit dem Rad die gesamte DDR bereisen – das war ein lang gehegter Wunsch von Günter Jungnickel aus Aue. Im August 1963 sollte er in Erfüllung gehen. Der damals 20-jährige Günter machte sich zusammen mit seinem jüngeren Bruder Werner, 14 Jahre, und ihrem 15-jährigen Cousin Klaus aus Leipzig auf große Rundfahrt durch die Demokratische Republik. In 28 Tagen durch die DDR – das war ihr erklärtes Ziel. Günter plante die Route anhand des Jugendherbergsverzeichnisses und reservierte die Quartiere vorab per Antwortpostkarte.

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Radwandern war in der DDR weit verbreitet In den folgenden Jahren sind Klaus, Werner und Günter noch oft mit den Fahrrädern gereist. . Mittlerweile haben die um die 70-Jährigen ihre Räder gegen Wanderschuhe eingetauscht. Für den „schönsten Sommer meiner Kindheit“ haben sich die drei nach 55 Jahren noch einmal in den Sattel geschwungen.

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Hans-Jürgen Freund war einer der ersten, der in Seifhennersdorf im Ferienlager waren. 1951 errichtete der VEB Waggonbau Bautzen mit Zelten auf einer grünen Wiese ein kleines Sommerparadies. Später gab es Bungalows statt Zelte. Für die Eltern waren die preiswerten Ferienlager eine große Hilfe, denn sie hatten lange nicht so viel Urlaub wie ihre Kinder Ferien.

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Acht Wochen schulfrei - der Sommer war damals wirklich länger! 3000 Kinder kamen in den 70er Jahren im Sommer. Spiel, Spaß und Essen - alles inklusive für 15 DDR Mark! Und jede Menge Aktivitäten für die Kinder: Tischtennis, Fußball, Wandern, Disko-Nächte, Badespaß, Neptunfeste, Abschiedfeste - und die letzte Nacht hieß es: durchmachen! 

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Freiheit: das bedeuteten für Gesine Jüttner, Andreas Saalfrank und Matthias Haustein aus Leipzig die Sommerferien in der Jugendherberge in Prebelow am Rande der Mecklenburger Seenplatte. Dorthin fuhren in den 1960er und -70er Jahren jeden Sommer 60 Schüler der 4. bis 10. Klasse, die sogenannte „Wandergruppe Lange“. Wer mitfahren wollte, musste Schwimmen, Fahrradfahren und -reparieren können. Heute sieht es da ganz anders aus.

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Die Kinder genossen die Freiheit. Natürlich wurde auch ordentlich Schabernack getrieben. So wachte der ein oder andere am Morgen mitsamt seinem Bett am Ufer auf. Oder die Mädels schliefen mit Badekappen, weil die „großen Jungs“ drohten, ihnen nachts die Haare zu rasieren. Doch es wurde auch für Ordnung gesorgt: Wer am Abend sein Rad nicht in den Schuppen stellte, fand es am nächsten Tag auf dem Dach wieder oder musste 18km Radfahren, um eine Rolle Toilettenpapier mit Kassenbon in Rheinsberg zu kaufen.

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