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Hannes Wilke Naechste Generation

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Seine App "next" ist ein Schritt zum digitalen Krankenhaus. Patienten sollen sich mit ihrer Hilfe unkompliziert selbst informieren. Die Idee des jungen Designers von der Hochschule Anhalt wurde bereits mit dem Bestform-Award als "Vision des Jahres" ausgezeichnet.

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Hannes Wilke studiert in Dessau an der Hochschule Anhalt integriertes Design. Weil die Zulassungsbeschränkungen für sein Wunsch-Studium Medizin zu hoch waren, machte er erstmal eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Später kam er zum Design:

"Ich hatte Freude, die hier in Dessau studiert haben und habe auch immer schon gerne kreativ gearbeitet. Am Anfang hatte ich die Vision, die Hälfte der Woche als Pfleger zu arbeiten, die andere Hälfte kreativ. Später hat sich ergeben, dass sich beides wunderbar kombinieren lässt. Im Krankenhaus gibt es genug Probleme, die es als Designer zu lösen gilt."


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Das Krankenhaus ist ein sehr routinierter Ort. Die Abläufe sind dem Personal gut bekannt, für die Patienten ist der Aufenthalt dagegen alles andere als Alltag.

"Patienten befinden sich im Krankenhaus immer in einer Ausnahmesituation, sie werden aus ihrem Leben herausgerissen. Was passiert jetzt mit mir und wie geht es weiter – das ist die zentrale Frage, die die Patienten beschäftigt."

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Hier setzt Hannes Wilkes App-Idee an. Über den Smart-TV, der an jedem Krankenhausbett zur Verfügung steht, können sich Patienten, wann sie möchten und ohne Beisein des Personals, informieren. Alle Termine, die den Patienten betreffen, sind in einer Art Kalender einsehbar.

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Die Daten dafür liegen in den meisten Krankenhäusern bereits digital vor. Sie für den einzelnen Patienten anzupassen, bringt viele Vorteile.

"Im Krankenhaus ist viel Eigeninitiative nötig. Wenn der Patient Teil des Prozesses ist, dann wird er alles positiver auffassen und mitgestalten."

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Bisher ist das Ganze nur eine Idee. Entwickelt ist die App noch nicht, dafür würde ein ganzes Team etwa fünf Jahre benötigen. Allein schon für seine Idee wurde Hannes mit dem Bestform-Award ausgezeichnet, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Die Jury bezeichnete sein Vorhaben als "einfach und gleichzeitig genial."

"Der Bestform-Award war ein Riesen-Motivationsschub, daran weiter zu arbeiten und auch einfach toll, so eine Anerkennung für die Arbeit zu kriegen."


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Hannes möchte als Designer vor allem den Menschen helfen. Im sogenannten "Medical Health Care Design" sieht er den Weg hin zum Krankenhaus der Zukunft.

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Im idealen Krankenhaus gibt es nach Hannes Vorstellung informierte Patienten und Personal, das sich um die wesentlichen Aufgaben kümmern kann.

„Die Digitalisierung kommt sowieso und es kommt darauf an, wie wir damit umgehen. Man kann alles schwarz malen, aber auch das Positive darin sehen, wie die Technologien die Ärzte, Pfleger und Therapeuten unterstützen können in ihrer Arbeit und denen auch Arbeit abnehmen können, sodass sie wieder Zeit für das Wesentliche haben – nämlich den Patienten an sich.“

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Wenn Empathie, Motivation und Kreativität zusammentreffen, finden Designer wie Hannes Wilke in vielen Arbeitsbereichen Möglichkeiten zur Verbesserung. Das Krankenhaus ist ein Beispiel.

„Design ist eben nicht das Schickmachen am Ende oder das Farbeaussuchen, sondern setzt viel früher an, muss empathisch sein und versucht, für komplexe Problemstellungen Lösungen zu finden.
Das Arbeitsumfeld im Krankenhaus so zu verändern, dass die Arbeit wieder Spaß macht und man als Pfleger gerne hingeht, das ist ein Ziel von mir."
 

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