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Katharina Jebsen Naechste Generation

Katharina Jebsen Naechste Generation

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Die Leipzigerin Katharina Jebsen stellt für das Grassi-Museum Vorhänge im Bauhaus-Design her, die es sonst nirgends mehr gibt. Für das Bauhaus-Museum in Dessau webt sie einen bekannten Wandbehang von Gunta Stölzl neu.
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Die Vorhänge und Möbelbezüge aus den Textilwerkstätten des Bauhauses haben nie die Berühmtheit der Architektur- und Möbeldesigns von Gropius, Van der Rohe oder Wagenfeld erlangt. Sie sind über die Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Heute sind nur noch kleine Stoffmuster erhalten. Allein sie wiederzufinden, war ein großer Rechercheaufwand, der die Berliner Künstlerin Judith Raum knapp zwei Jahre gekostet hat. Vorhangstoffe, die einst in Sachsen hergestellt wurden, fand sie in den Schubladen des MoMa in New York. Dort ging dann die Detektivarbeit für Katharina Jebsen los: Wie kann man diese Stoffe im Großformat wiederbeleben?
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Vieles, was man heute im Laden findet, ist sehr gleich und so, dass es sich nicht in viele Begebenheiten einpasst. Oder es ist zu einfach. Und die funktionalen Textilien des Bauhaus sind in gewisser Weise schlicht, aber haben doch immer ihren ganz bestimmten Reiz. Durch die Materialkontraste zum Beispiel. Es ist ganz dezent, aber es hat was.

Katharina Jebsen, Textilgestalterin
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Um die Vorhangstoffe nachzuweben, muss Katharina Jebsen die Stoffmuster aus den Archiven genau analysieren: Handelt es sich um Seide oder Viskose, Leinen oder Baumwolle? Wie dick ist das Garn, wie stark ist es eingedreht und welche Farbe hat es genau?
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Anschließend geht es an den Musterwebstuhl - hier probiert die Textildesignerin aus, mit welcher Webtechnik der Originalstoff gewebt wurde. Sie testet das so lange, bis sie das Rätsel gelöst hat und dem Original ganz nah ist.
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Mit dem elektrischen Webstuhl webt Katharina Jebsen die Stoffe schließlich im Großformat. Für zehn Zentimeter dieses Vorhangstoffes braucht sie etwa eine Stunde.

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Die Stoffe sind ab April 2019 in der Ausstellung "Bauhaus_Sachsen" im Grassimuseum Leipzig zu sehen. Sie sind Teil einer Installation der Berliner Künstlerin Judith Raum.

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Studiert hat Katharina Jebsen Textildesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. In ihrer Masterarbeit hat sie versucht, ein Garn aus Kiefernnadeln herzustellen.

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Papier hat sie aus Kiefernnadeln hergestellt, Stoff bislang noch nicht. Ihre Arbeitsergebnisse teilt sie aber gern, zuletzt hat die Leipzeigerin ihre Masterarbeit nach Tokio verschickt. Denn für manches braucht es die Zusammenarbeit von vielen klugen Köpfen, sagt sie.

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Das Bauhaus wird Katharina Jebsen so schnell nicht loslassen. Als nächstes wird sie diesen Wandbehang von Gunta Stölzl nachweben. Er soll im neuen Bauhausmuseum in Dessau ausgestellt werden.
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