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Los geht's

Kleingaerten in Sachsen

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Eine Reportage von Pia Uffelmann, Michaela Reith, Yannick Jürgens und Niels Bula

In der Stadt ist Gärtnern angesagt, auf dem Land kämpfen viele Kleingartenanlagen ums Überleben. Wo ist die Lage besonders schwierig? Was lassen sich die Kleingartenvereine einfallen, um die Gärten wieder zu füllen?

MDR SACHSEN hat sich in sächsischen Kleingärten umgeschaut.

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Ein Blick auf die Statistik des Landesverbands Sachsen der Kleingärtner zeigt, dass die Zahl der Mitglieder zurückgeht. Während die Kleingartenvereine 2008 noch etwa 216.000 Mitglieder hatten, sind es zehn Jahre später nur noch 200.000.

Wie unterschiedlich die Situation in einzelnen Gärten ist, zeigen vier Beispiele.

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Sachsens Kleingärtner denken um: Tafelgärten, Verwandlung in Wohngebiete oder Klassenzimmer im Freien sind Lösungsansätze.

Unsere Reporter waren in Sachsen unterwegs. 
Fünf Beispiele zeigen, wie es den Kleingärten im Freistaat geht.

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Tafelgarten in Bautzen-Strehla

Kleingartenanlage "Flora" in Dresden

Kleingartenanlage "Erich Billert" in Oschatz

Kleingartenanlage "Am Bahnhofsweg" in Rodewisch

Kleingartenanlage "Eilenburger Straße" in Torgau

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Neue Konzepte können junge Familien und damit neue Kleingärtner begeistern. Wenn jedoch junge Menschen auf dem Land fehlen, bringt auch das beste und trendigste Gartenkonzept nichts.

Die Beispiele zeigen, wie es funktionieren kann. Ob damit jedoch der Trend des Mitgliederschwundes in Sachsens Kleingartenvereinen aufgehalten werden kann, wird sich zeigen.

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In der Kleingartenanlage Bautzen-Strehla gibt es Platz - zu viel Platz. Über den freut sich die Bautzener Tafel. Auf 5.000 Quadratmetern baut sie Obst und Gemüse für Bedürftige an.

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Die meisten Gärtner sind Hartz-IV-Empfänger, die sich noch etwas dazuverdienen. Ihre Ernte geht direkt an die Tafel in Bautzen. Bleibt etwas übrig, dürfen es sich die Gärtner mitnehmen. 

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In der “Flora I” mitten in Dresden ist der Name Programm. Der Kleingartenverein floriert. Nicht nur was das Grün in den Parzellen angeht - auch die Zahl der Vereinsmitglieder wächst und gedeiht.

Ein Beispiel für ein funktionierendes Konzept.

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Der Lärm der Großstadt wird verschluckt, betritt man erst einmal die Kleingartenanlage in Dresden-Striesen. Es duftet nach Basilikum und unzähligen Blumenarten.

Mitgliederschwund gibt es hier nicht. Der Verein wird sogar jünger, erzählt Sven-Karsten Kaiser, der Vorstandsvorsitzende der "Flora I". 

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Sven-Karsten Kaiser, Vorstandsvorsitzender der "Flora I"

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Junge Menschen und Kleingarten – passt das?
Das Leben in den städtischen Parzellen verändert sich.

Die "Flora" profitiert und steht wegen ihrer Ideen im Finale des Bundeswettbewerbs "Gärten im Städtebau".

Mit dem Wettbewerb werden besondere städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen gewürdigt.

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Sven-Karsten Kaiser, Vorstandsvorsitzender der "Flora I"

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Den Kleingärten in den Städten geht es gut, während in den Parzellen auf dem Land Leerstand herrscht.
Kann das Land von der Stadt lernen?

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Christoph Senkel ist ein Garten-Urgestein. In der Anlage "Erich Billert" am Oschatzer Stadtrand ist er seit über vier Jahrzehnten Vorsitzender. Er hat viele Mitglieder kommen und gehen sehen. Noch in den 1980er-Jahren warteten Interessierte bis zu drei Jahre auf ihr eigenes Stück Grün. Diese Zeiten sind vorbei.

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In der Sparte wurde früh begonnen, umzudenken. Die neuen Konzepte tragen erste Früchte, aber es fehlt der Nachwuchs.

Der Vereinsvositzende wählte deshalb die Flucht nach vorn. Ein Großteil seiner Zeit fließt in die Akquise neuer Mitglieder. In den letzten zwei Jahren gewann der Verein 28 junge Familien hinzu.

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Die Verjüngungskur kommt an. Heiko Grett, 39 Jahre und Vater zweier Kinder, schätzt das eigene Stück Land mitten im Grünen.

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Gartenimpressionen aus Rodewisch

In einer der größten Kleingartenanlagen im Vogtland, dem Verein am Bahnhofsweg in Rodewisch, steht über ein Viertel der Gärten leer. Dazu kommt: Einige Pächter sind unzuverlässig und zahlen die Pacht nicht. Das macht Probleme.

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Interview mit Kleingärtner

Norbert Müller hat mit säumigen Pächtern zu kämpfen. Als Tommy Brumm vom Kleingartenverband Göltzschtal über mögliche Lösungsansätze mit ihm ins Gespräch kam, war er dankbar.

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Tommy Brumm im Interview

Tommy Brumm vom Kleingartenverband Göltzschtal sucht nach Lösungen. Er ist bereits mit vielen Kommunen im Gespräch. In Rodewisch sind die Pläne schon konkret.

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Impressionen Kleingarten

Neben den Kleingärten könnten hier bald Eigenheime stehen. Das Konzept dafür soll im November im Rodewischer Stadtrat beschlossen werden. Fest steht: Kleingärtner wie Norbert Müller freut es, denn so wird ihnen die Last der leeren Gärten genommen. Und alles läuft sozialverträglich: Kein Gärtner muss gehen, wenn er nicht will.

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Wie sieht Lavendel aus? Wie pflanze ich Colakraut an?

Im sogenannten Grünen Klassenzimmer der Kleingartenanlage „Eilenburger Straße e.V.“ lernen Schüler der angrenzenden Grundschule zweimal in der Woche, was im Garten wächst und gedeiht.

Das Konzept trägt Früchte. Durch die Begeisterung der Kinder hat der Kleingartenverein bereits neue Mitglieder gewonnen. So wie Familie Kamberg.

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