Der dritte Fall der halleschen Kommissare Koitzsch und Lehmann (Peter Kurth und Peter Schneider) beginnt mit einem mysteriösen Tod in der Badewanne.
Die Kommissare Koitzsch und Lehmann (Peter Kurth, l., und Peter Schneider, r.) treffen auf Hausmeister Trojanowitz (Henning Peker).
Schnell ist klar, die alte Frau Krüger (Sybille Maria Dordel) ist keines natürlichen Todes gestorben, sondern wurde ermordet. Der übereifrige Hausmeister Trojanowitz (Henning Peker) gerät in Verdacht, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Spuren führen die beiden Ermittler zurück in die Vergangenheit, zum ungelösten Mord an Uwe Baude und zu weiteren ungeklärten Fällen.
Der düstere Verdacht kommt auf, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben. Dabei treffen sie auf eine alte Bekannte – Frau Sommer (Cordelia Wege). Ist sie vielleicht der Schlüssel zur Lösung? Doch ehe die beiden Kommissare den Täter finden, gerät Koitzsch selbst in tödliche Gefahr.
MDR um 2 berichtet über die Dreharbeiten des neuen PR 110 "Der Wanderer zieht von dannen"
Henry Koitzsch - Peter Kurth
Michael Lehmann - Peter Schneider
Frau Sommer - Cordelia Wege
Rita Schmidtke - Jule Böwe
Roman Schuster - Thomas Lawinky
Hausmeister Trojanowitz - Henning Peker
Mario Schmidtke - Dirk Martens
Andreas von der Technik - Andreas Keller
Gerichtsmediziner Reinhold - Andreas Leupold
Frau Krüger - Sybille Maria Dordel
Frau Fröhlich - Annett Sawallisch
Polizeiobermeisterin Jenny Becker - Ines Göbel
u.v.a.
Regie - Thomas Stuber
Buch - Clemens Meyer
Buchbearbeitung - Thomas Stuber
Kamera - Nikolai von Graevenitz
Kostümbild - Sonja Hesse, Marie-Luise Wolf
Szenenbild - Jenny Roesler
Montage - Julia Kovalenko
Musik - Bert Wrede
Casting - Maria Rölcke, Cornelia Mareth
Ton - Matthias Richter
Maske - Marika Knappe, Elise Tilmann
Licht - Mathias Beier
Produktionsleitung - Linda-Katharina Weiß (MDR), Jörg Lassak
Herstellungsleitung - Nicole Czerny (MDR), Mathias Mann
Produktion - Iris Kiefer (Produzentin), Eike Goreczka (Producer)
Redaktion - Sven Döbler (MDR), Silke Haverkamp (MDR), Johanna Kraus (MDR)
Drehzeit: 12. Juni bis 11. Juli 2025
Drehorte: Halle/Saale und Leipzig
Der „Polizeiruf 110 – Der Wanderer zieht von dannen“ ist eine Produktion der filmpool fiction in Zusammenarbeit mit der in Halle/Saale ansässigen Produktionsfirma 42film GmbH im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks für Das Erste.
Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Es gibt kaum einen Abgrund, in den er nach fast dreißig Dienstjahren noch nicht geblickt hat. Henrys raue Art macht es den Kolleginnen und Kollegen – eigentlich allen Menschen, mit denen er zu tun hat – nicht leicht. Nach Feierabend sitzt er gern in seiner Stammkneipe „Zum Heidekrug“ in Halle, gleich neben dem Revier. Jedes Jahr feiert er dort auch den „Tag der Volkspolizei“. Koitzsch ist – im Gegensatz zu seinem Freund und Kollegen Michael Lehmann – ein einsamer Wolf. Henry Koitzsch ist geschieden und lebt allein.
Kurz nach der Wende ging seine Ex-Frau mit der gemeinsamen Tochter in den Westen. Henry würde gern eine Frau für den Rest seines Lebens finden – doch er bleibt allein.
Peter Kurth, geboren 1957 in Güstrow , waschechter Mecklenburger, studiert an der Hochschule in Rostock, hat sich in den letzten Jahren immer wieder als Spezialist für besondere Rollen ausgezeichnet. Sowohl am Theater, unter anderem am Thalia Theater in Hamburg und dem Maxim Gorki in Berlin (2014 als Schauspieler des Jahres von „Theater heute“ gewählt), als auch in Film und Fernsehen.
Er hat in zahlreichen nationalen und internationalen Produktionen mitgewirkt, u.a. „Babylon Berlin“ (2017-2022), „Nebenan“(2021), „Inventing Anna“ (2022), „Die stillen Trabanten“ (2022) „A Thin Line“ (2023), „Spuk unterm Riesenrad“ (2023), „Zwei zu Eins“ (2024), „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ (2025) , „Sterben für Beginner“ (2025), „Franz K.“ (2025) und immer wieder mit dem Regisseur Thomas Stuber zusammengearbeitet, so auch in dem „Polizeiruf 110“ aus Halle, in dem er seit 2021 den Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch spielt.
AUSZEICHNUNGEN: Für seine herausragenden schauspielerischen Leistungen wurde Peter Kurth mehrfach ausgezeichnet. 2016 erhielt er für seine Rolle im Kinofilm „Herbert“ sowohl den Deutschen Filmpreis (Lola) in Gold als bester Hauptdarsteller als auch den Deutschen Schauspielerpreis.
Für seine Mitwirkung in der Serie „Babylon Berlin“ wurde er 2018 mit dem Grimme-Preis sowie dem Deutschen Fernsehpreis im Ensemble geehrt.
2022 wurde er für seine Rolle in der Serie „Glauben“ mit dem Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler ausgezeichnet.
Kriminalkommissar Lehmann ist ein ruhiger und gefasster Typ – ein guter Beobachter und Zuhörer. Er findet Rückhalt bei seiner Frau und seinen Kindern. Er lebt in Leipzig und pendelt mit der Bahn nach Halle. Als gelernter Krankenpfleger ist Michael Lehmann einfühlsam, versucht aber stets, die Dienstvorschriften einzuhalten.
Lehmann ist Quereinsteiger bei der Polizei – ein Aushang mit der Aufschrift „Fachkräfte bei der Polizei gesucht“ weckte sein Interesse. Ein Jahr Streifendienst, dann der Wechsel in den gehobenen Dienst. Mit seinen über 50 Jahren ist er zwar schon ein alter Hase, hat aber weniger Erfahrung als Koitzsch. Manchmal neigt er zur Ungeduld im Polizeialltag. Misstrauisch blickt er auch auf die zahlreichen „Milieu-Kontakte“ seines Kollegen Koitzsch. Doch die beiden sind ein prima Team: Henry Koitzschs Gespür und unorthodoxe Methoden ergänzen sich gut mit Michael Lehmanns rationaler Arbeitsweise. Michael Lehmann ist praktizierender Christ und geht regelmäßig in die Kirche – er will den Menschen helfen.
Peter Schneider wurde 1975 in Leipzig geboren. Schauspieler und Musiker. Nach dem Abitur 1994 studierte er zunächst Musik (Klarinette, Saxophon) sowie Germanistik und Pädagogik, bevor er von 1998 bis 2002 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig absolvierte. Seitdem ist er in über 100 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und arbeitet auch als Musiker, Komponist und musikalischer Leiter an verschiedenen Bühnen.
Mitglied der Deutschen und Europäischen Filmakademie.
FILM/ FERNSHEN: „Der Masurenkrimi – Liebestod“ (2025), „Zwei Frauen für alle Felle – Väter und Töchter“ (2025), „Mandat für Mai“ (2024), „Das Märchen von der silbernen Brücke“ (2024), „Spuk unterm Riesenrad“ (2023), „Tal der Könige“ (2022), „Was man von hieraus sehen kann“ (2022) „Für immer Sommer 90“ (2021), Theresa Wolff“ (Filmreihe, seit 2012), „Wolfsland – Das heilige Grab“ (2019) „Gundermann“ (2018) u.v.a.
AUSZEICHNUNGEN: Peter Schneider wurde für seine schauspielerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet und nominiert. Für seine Rolle im Film „Die Summe meiner einzelnen Teile“ erhielt er Nominierungen für den Deutschen Filmpreis sowie den Preis der deutschen Filmkritik. 2013 wurde ihm der Max Ophüls Preis für den Film „Gruppenfoto“ verliehen. Für seine Hauptrolle in „Für immer Sommer 90“ wurde er 2021 mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2023 erhielt er gemeinsam mit dem Ensemble den Hessischen Filmpreis für „Was man von hier aus sehen kann“. 2024 wurde ihm der Sonderpreis der TeleVisionale für seine herausragende darstellerische Leistung im „Polizeiruf 110 – Der Dicke liebt“ verliehen.
Buchbearbeitung und Regie
Thomas Stuber, geboren 1981 in Leipzig. Drehbuchautor und Regisseur
2004 - 2011 – Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg.
Gemeinsam mit Clemens Meyer schrieb er auch das Drehbuch des ersten Teils vom „Polizeiruf 110“ aus Halle „An der Saale hellem Strande“ (2021) sowie zum zweiten Teil „Der Dicke liebt“ (2024)
FILM/ FERNSEHEN: „Der Frosch und das Wasser“ (2025), „Polizeiruf 110 – Der Dicke liebt“ (2024), „Spuk unterm Riesenrad“ (2023), „Die stillen Trabanten“ (2022), „Hausen“ (2020), „Tatort – Angriff auf Wache 08“ (2019)*, „Kruso“ (2018) „In den Gängen“ (2018)*, „Ein Mann unter Verdacht“ (2016) , „Herbert“ (2015)*, Tatort – Verbrannt“ (2015)
AUSZEICHNUNGEN: Gewinner des Deutschen Fernsehkrimipreises 2016 und 2022. Außerdem: Studentenoscar für den besten fremdsprachigen Kurzfilm in Silber sowie Deutscher Kurzfilmpreis für „Von Hunden und Pferden“ (2012), Bester Deutscher Nachwuchsfilm für „Sehnsüchte“ (2008), Förderpreis der Württembergischen Filmindustrie für „Es geht uns gut“ (2006). „In den Gängen“ wurde u.a. mit dem Deutschen Drehbuchpreis, dem Gilde-Filmpreis der Berlinale und dem Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet. „Die stillen Trabanten“ erhielt 2023 den Preis der DEFA-Stiftung für herausragende künstlerische Leistung.
*Drehbuch-Autorenteam Clemens Meyer und Thomas Stuber
Buch
Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle/ Saale. Schriftsteller, Dozent und Drehbuchautor. Lebt in Leipzig. Nach dem Abitur 1996 arbeitete er als Bauarbeiter, 1998 – 2002 Studium am Literaturinstitut Leipzig.
Gemeinsam mit Thomas Stuber schrieb er auch die Drehbücher zum ersten Teil des Polizeirufs 110 aus Halle/ Saale „An der Saale hellem Strande“ (2021) und zum zweiten Teil „Der Dicke liebt“ (2024)
BÜCHER: „Als wir träumten“ (2006), „Die Nacht, die Lichter. Stories“ (2008), „Gewalten. Ein Tagebuch“ (2010), „Im Stein“ (2013) „Der Untergang der Äkschn GmbH“ (2016), „Die stillen Trabanten“ (2017), „Nacht im Bioskop“ (2020), „Stäube“ (2021), „Clemens Meyer über Christa Wolf“ (2023), „Die Projektoren“ (2024) – nominiert für den Deutschen Buchpreis und ausgezeichnet mit dem Bayerischen Buchpreis 2025.
AUSZEICHNUNGEN: Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. „Im Stein“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet und für den Man Booker International Prize 2017 nominiert. 2020 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur ausgezeichnet. 2025 erhielt er den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen sowie den Preis der LiteraTour Nord für „Die Projektoren“.
Peter Kurth (Rolle Henry Koitzsch), Clemens Meyer (Drehbuchautor), Peter Schneider (Rolle Michael Lehmann), v.l.
Film/ Fernsehen: „Als wir träumten“ wurde für das Kino verfilmt, sowie „In den Gängen“ nach einer Erzählung von Clemens Meyer, beide Filme liefen im Wettbewerb der Berlinale. Clemens Meyer schrieb außerdem die Drehbücher zu „Von Hunden und Pferden“ * (2012)*, „Als wir träumten“ (2015), „Herbert“ * (2015)*, „In den Gängen“ (2018)*, „Tatort – Angriff auf Wache 08“ (2019)*, „Die stillen Trabanten“ (2022)*.
*Drehbuch-Autorenteam Clemens Meyer und Thomas Stuber
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