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Inhalt



Ein tödlicher Fahrradunfall erschüttert Magdeburg: Ein gezielter Anschlag, bei dem die Bremskabel durchgeschnitten wurden. Hauptkommissarin Brasch (Claudia Michelsen) steht unter Druck: Die Tote arbeitete in einer Frauenarztpraxis, die auch Schwangerschaftsabbrüche vornimmt und deshalb im Kreuzfeuer radikaler Abtreibungsgegner steht. Zwischen Hass, Drohungen und Protesten sucht Brasch nach dem Motiv.

Dr. Schöller-Hahnfeld (Jenny Schily) trifft auf Lara Becker (Luna Jordan) und Dania (Nicola Magdalena Lüders)

Zur gleichen Zeit sucht die junge Polin Dania (Nicola Magdalena Lüders) nach einer legalen Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch – begleitet von Aktivistin Lara (Luna Jordan), die als „Abortion Buddy“ Frauen ehrenamtlich unterstützt. Im Spannungsfeld von medizinischer Aufklärung, moralischer Verurteilung und persönlicher Verunsicherung muss Dania eine Entscheidung treffen, die ihr niemand abnehmen kann.

Je tiefer Brasch in das Umfeld der Toten eindringt, desto drängender werden die Fragen: War der Anschlag eine direkte Botschaft an die Praxis? Oder steckt ein ganz anderes, persönliches Motiv dahinter?



Besetzung & Stab



Besetzung

Doreen Brasch - Claudia Michelsen

Uwe Lemp - Felix Vörtler

Lara Becker - Luna Jordan

Dania - Nicola Magdalena Lüders

Maik Gerboth - Sebastian Jakob Doppelbauer

Marwa - Melissa Gross

Dr. Doro Schöller-Hahnfeld - Jenny Schily

Thilo Schubert - Mathias Max Herrmann

Natalia - Annett Sawallisch

Frau Liebing - Veronika Nowag-Jones

Kathrin - Eugénie Anselin

Toni - Ruben Sabel

René Metzner - Uwe Fischer

Julian Rose - Marc Benner

u. v. m.





Stab

Drehbuch - Annika Tepelmann

Drehbuchmitarbeit - Franziska Schlotterer

Regie - Franziska Schlotterer

Kamera - Hanno Lentz

Casting - Mai Seck

Kostümbild - Manuela Nierzwicki

Szenenbild - Juliane Hoffrecht

Filmeditorin - Dagmar Lichius

Bildgestaltung - Hanno Lentz

Licht - Michael Beitz

Ton - Benjamin Schubert

Komponisten - David Grabowski

Maske - Jana Lindner, Elke Lebender

Herstellungsleitung - Nicole Zscherny (MDR), Christoph Kukula (42film GmbH)

Produktionsleitung - Linda-Katharina Weiß (MDR), Jörg Kuhlmann (42film GmbH)

Producerin - Susanna Enk

Produzenten - Eike Goreczka und Christoph Kukula (42film GmbH)

Ausführende Produzentin - Iris Kiefer

Redaktion - Denise Langenhan (MDR)



PRODUKTIONS­ANGABEN

Drehzeit: 1. Juli 2025 bis 31. Juli 2025

Drehorte: Magdeburg und Umgebung



Der „Polizeiruf 110“ ist eine Produktion der 42film im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks für Das Erste.



Rollenprofile & Interviews

Rollenprofil

Claudia Michelsen als Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch

Um den Mord an der jungen Arzthelferin Marwa Gula aufzuklären, agiert Kriminalhauptkommissarin Brasch mit konsequenter Entschlossenheit und Feingefühl zugleich. Neben ihrer professionellen Haltung zeigt Brasch auch Mitgefühl, indem sie Verständnis insbesondere für die schwierige Situation von Dania aufbringt. Braschs eigene Vergangenheit, geprägt von einer ungewollten Schwangerschaft, lässt sie Danias Ausnahmesituation besser nachvollziehen. Unterstützung bekommt Brasch von Lara Becker, die als „Abortion Buddy“ Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen begleitet. Brasch ist beeindruckt von Laras kämpferischer Persönlichkeit und bindet die junge Frau stärker in die Ermittlungen ein, als es ihrem Vorgesetzten Lemp lieb ist.

Interview

Claudia Michelsen

Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch

Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch ist selbst Mutter, hat jedoch ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Sohn. Wie sehr beeinflusst diese persönliche Geschichte ihre Ermittlungen in diesem Fall?

Ich denke, es beeinflusst die Ermittlungen nicht direkt. Eher das Thema, um das es geht pulsiert in ihr, weil es sie genauso wie viele andere Frauen betrifft.

Sie erinnert sich, in welcher Situation sie als junge Frau war. Wie frei darf oder muss oder sollte jede Frau in ihrer Entscheidung sein können, ein Kind in diese Welt zu bringen, mit allem, was dazu gehört? Schafft man es, diese Verantwortung zu tragen etc.? Ich denke, das ist ein wunder Punkt in ihrem Leben, ein Versagen, mit dem bis heute schwer klarzukommen ist. Das ist das Tolle an Brasch, wir können immer wieder auch über sie an Themen und Geschichten, an Figuren emotional herantreten.

Doreen Brasch zeigt eine gewisse Sympathie für die Aktivistin Lara – in deren impulsiver, abweisender Art erkennt sie etwas von sich selbst wieder. Die Nähe zu Lara bringt Brasch in eine heikle Situation. Würden Sie sagen, dass sie ihre professionelle Distanz bewusst aufgibt?

Ich glaube, Brasch ist eine Frau, die eher im Fühlen lebt und agiert als im Kopf und im Denken. Da gibt es eine Anziehung, vielleicht ist es die junge Brasch, die sie da spürt oder die Tochter, die sie nie hatte. Ich möchte das nicht so ausdefinieren, die Konsequenzen, die das „beruflich“ haben könnte, sind da absolut zweitrangig.

Doreen Brasch (Claudia Michelsen) unterhält sich mit Lara Becker (Luna Jordan)

Der Fall berührt Themen wie Selbstbestimmung, Gewalt und patriarchale Strukturen. Inwiefern ist Doreen Brasch für Sie auch eine Figur, die Haltung zeigt?

Ja, das ist eine gute Frage, es ist ja nicht so einfach eine Figur, die immer in Situationen geworfen wird, in denen sie Haltung zeigen muss, nicht moralisierend werden zu lassen. Auch dass sie nicht in ein empathisches Verhalten zum Täter verfällt. Da genau den schmalen Grat zu halten, ist immer wieder eine Herausforderung.

Natürlich hat sie immer eine klare Haltung zu den jeweiligen Geschichten, aber manchmal ist es doch besser, wir ahnen diese nur – und im besten Falle darf das Publikum sich selbst überprüfen. Und wenn man genau hinhört und hinschaut, erkennt man Braschs Haltung zu jeder Situation.



Kurzinfo zu Claudia Michelsen, geb. 1969 in Dresden. Seit 2013 verkörpert sie die Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch im „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg.

Film/Fernsehen: „Ku’damm 77“ (2026), „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ (2022), „Das Begräbnis“ (2022), „Ku’damm 63“ (2021), „Die verlorene Tochter“ (2020), „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ (2018), „Ku’damm 59“ (2018), „Der gleiche Himmel“ (2017), „Ku’damm 56“ (2016), „Grenzgang“ (2013), „Der Turm“ (2012), u. v. m.

Auszeichnungen: Goldene Henne (2021), Festival des deutschen Films: Preis für Schauspielkunst (2021), Grimme-Preis für „Grenzgang“ (2014), Grimme-Preis für „Der Turm“ (2013), Goldene Kamera als beste deutsche Schauspielerin für „Der Turm“ (2013), Hessischer Fernsehpreis für „Der Turm“ (2012) u.v.a.

Rollenprofil

Felix Vörtler als Kriminalrat Uwe Lemp

Kriminalrat Lemp ermittelt in diesem Fall mit seiner typischen besonnenen und analytischen Herangehensweise. Er hinterfragt Braschs impulsive Entscheidungen, wie etwa die Einbindung von Lara Becker in die Ermittlungen, und mahnt zur professionellen Distanz. Dabei bleibt er jedoch unterstützend und respektiert Braschs Expertise, auch wenn er ihre Methoden nicht immer gutheißt.

Kurzinfo zu Felix Vörtler, geb. 1961 in Naila (Oberpfalz). Seit 2013 verkörpert er den Kriminalrat Uwe Lemp im „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg.

Film/Fernsehen: „Friesland“ (seit 2014), „Alles in bester Ordnung“ (2022), „Saubere Sache“ (2021), „Die Chefin“ (2021), „Kroymann“ (2020), „Falk“ (2020), „Wilsberg“ (2020), „Der König von Köln“ (2019) u. v. a.

Auszeichnungen: Grimme-Preis für „Der König von Köln“ 2020, NRW-Förderpreis für Schauspiel 1998, bester Schauspieler beim NRW-Theatertreff 1994.

Luna Jordan

Lara

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Luna Jordan im Interview Teil 2

Lara engagiert sich als sogenannte „Abortion Buddy“. Sie begleitet ehrenamtlich Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen, möchte anderen helfen – und doch holt sie ihre eigene traumatische Vergangenheit immer wieder ein. Wie haben Sie diese innere Zerrissenheit gespielt?

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Luna Jordan im Interview Teil 1

Ich kann mich gut mit dem Gefühl identifizieren, für andere etwas zu schaffen, was einem selber nie gegeben war. Zum einen aus einem Gerechtigkeitssinn heraus und zum anderen vielleicht auch, weil es viel schmerzhafter ist, sich selber mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen als das Schicksal von anderen. Ich glaube, Lara wertet sich selbst gar nicht als Heldin, sondern für sie ist es total selbstverständlich, Menschen, die Hilfe benötigen, zu unterstützen. Das macht Lara zu einer sehr starken Figur.

Lara Becker (Luna Jordan) überwältigt Maik Gerboth (Sebastian Jakob Doppelbauer).

Ihre Rolle ist stark körperlich geprägt – Muay-Thai-Boxen, Aggression, Energie. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Ich habe zusammen mit dem Stunt-Team eine Kampfsport-Richtung gewählt und trainiert, die zu Lara passt. Ich habe auch bereits Erfahrung in anderen Kampfsportarten, worauf ich gut aufbauen konnte. Lara kann jederzeit zünden, wenn sie etwas triggert und genau das macht sie so unberechenbar und vielschichtig zu spielen.

Nicola Magdalena Lüders

Dania

Dania befindet sich mit ihrer ungewollten Schwangerschaft in einer emotionalen Ausnahmesituation. Welche innere Entwicklung durchläuft Dania im Verlauf des Films, und an welchem Punkt haben Sie persönlich am stärksten mit ihr mitgefühlt?

Ich glaube, am stärksten habe ich ganz am Anfang mit ihr mitgefühlt. Diese Entscheidung zu treffen, alleine in ein fremdes Land zu fahren, bei einer fremden Person zu übernachten, weil sie sich niemanden in ihrer Familie oder Freundesgruppe anvertrauen kann. Das stelle ich mir extrem schwer vor. Und ich denke, Dania hatte gerade am Anfang vielleicht auch noch einige Zweifel, ob das wirklich die richtige Entscheidung ist, die sie trifft. Durch diese schwere Reise, die ja auch noch viel schwieriger wird, durch die Ereignisse, die ihr passieren, wächst sie aber sehr stark. Und sie wird auf eine gewisse Art und Weise sogar dazu gezwungen sich ihrer Entscheidung zu stellen und dafür einzustehen.

Lara Becker (Luna Jordan) und Dania (Nicola Magdalena Lüders)

Dania erhält während ihres Aufenthalts in Magdeburg Unterstützung von der Aktivistin Lara, die sie beispielsweise zu Arztbesuchen begleitet oder ihr einen Schlafplatz zur Verfügung stellt. Wie hat sich während der Dreharbeiten Ihr Blick auf weibliche Solidarität verändert – besonders in Situationen, in denen Frauen unterschiedliche Entscheidungen treffen, sich aber dennoch gegenseitig unterstützen?

Mein Blick auf weibliche Solidarität hat sich nicht wirklich verändert, ich denke eher bestärkt, wie wichtig es ist sich zu unterstützen. Wie wichtig es ist, Frauen um sich zu haben, die einen egal wofür man sich entscheidet, nicht verurteilen. Damit man so eine Entscheidung, wie ein Schwangerschaftsabbruch, auch wirklich für sich selbst treffen kann.

Auch die weibliche Solidarität am Set, gerade von Franziska der Regisseurin, hat mich sehr bestärkt. Ich hatte während der Dreharbeiten meine zehn Monate alte Tochter mit dabei und noch gestillt und durfte Danias Geschichte spielen und erzählen, wofür ich sehr dankbar bin. Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen aus verschiedenen Perspektiven gezeigt und gesehen werden.

Jenny Schily

Dr. Schöller-Hahnfeld

Dr. Schöller-Hahnfeld führt regelmäßig Schwangerschaftsabbrüche durch und steht dadurch unter enormem Druck – von Drohmails bis hin zu Protesten vor ihrer Praxis. Wie bewusst war Ihnen die gesellschaftliche Sprengkraft dieser Rolle?

Es gibt immer noch den Paragrafen 218, der besagt, dass ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich rechtswidrig und nur unter bestimmten Bedingungen straffrei ist. Darüber wird schon seit Jahrzehnten diskutiert und gestritten. Es ist ein Thema, das –verständlicherweise – von allen Seiten emotional aufgeladen ist.

Dr. Schöller-Hahnfeld (Jenny Schily) auf dem Weg zu ihrer Praxis.

Die Figur, die ich spiele, ist trotz der Anfeindungen, denen sie ausgesetzt ist, eine engagierte Ärztin. Sie sieht sich in der Verantwortung gegenüber den Frauen, die sich in einer Notlage befinden. Es kommen auch Frauen aus Polen zu ihr, wo es gar keine legale Möglichkeit des Abbruchs gibt. Interessant war für mich auch, dass meine Figur –aus Magdeburg stammend – in ihrer Jugend in der DDR einen liberaleren Umgang mit dem Thema erlebt hat.

Haben Sie sich zur Vorbereitung mit praktizierenden Gynäkologinnen ausgetauscht, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen? Was haben Sie dabei über deren Alltag und die damit verbundenen Herausforderungen erfahren?

Ich habe viel mit der Regisseurin Franziska Schlotterer und auch mit Claudia Michelsen über das Thema und unsere Haltungen gesprochen und einiges dazu gelesen. Die Aussagen gehen oft auseinander, aber ich denke schon, dass Gynäkologinnen in Bezug auf dieses Thema gerade unter Druck stehen.

Die Diskussionen über eine Überarbeitung des Paragrafen 218 werden ja auch politisch immer wieder geführt. Erst letztes Jahr gab es eine Anhörung im Bundestag zur Neuregelung des Paragrafen. Im Zuge dessen waren auch die überzogenen Vorwürfe an Frau Brosius-Gersdorf (Anmerkung der Redaktion: ehemalige Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, die wegen ihrer Position zum Schwangerschaftsabbruch kritisiert wurde) symptomatisch für die Sprengkraft des Themas. Interessanterweise war mein Eindruck, dass die Befürworter der Beibehaltung des Paragrafen 218 zu 90 Prozent männlich sind.

Drehbuch & Regie

  • Bild: Annika Tepelmann©Tom Fährmann und Franziska Schlotterer©privat

Interview mit Autorin Annika Tepelmann & Regisseurin Franziska Schlotterer

Im Zentrum des Films stehen drei Frauen – die Ärztin, die Aktivistin und die junge Schwangere. Jede verkörpert eine andere Form von Selbstbestimmung. Wie haben Sie diese unterschiedlichen Perspektiven entwickelt und miteinander verwoben? Wie ist das Drehbuch entstanden?

Dania (Nicola Magdalena Lüders), Lara Becker (Luna Jordan) und Dr. Schöller-Hahnfeld (Jenny Schily)

Wir haben bei der Entwicklung des Drehbuchs von Anfang an sehr eng zusammengearbeitet. Unser Ziel war es, eine spannende und berührende Geschichte zu erzählen, die die Auswirkungen der gesellschaftlichen Debatte über Abtreibung auf betroffene Frauen zeigt. Was bedeutet es für eine ungewollt schwangere Frau, wenn sie in ihrem Land keinen Zugang zu einem professionellen Abbruch hat – wie das Mädchen aus Polen? Was bedeutet es für den Arbeitsalltag einer Frauenärztin, wenn sie und ihre Mitarbeiterinnen von militanten Abtreibungsgegnern bedroht werden? Wie schaukeln sich Aktivistinnen und Aktivisten in einem angespannten gesellschaftlichen Klima gegenseitig hoch und überschreiten die Grenze zur Gewaltbereitschaft? Und was steckt hinter dem Bedürfnis, über den weiblichen Körper bestimmen zu wollen?

Ihr Film thematisiert Konflikte rund um Schwangerschaftsabbruch, häusliche Gewalt und patriarchale Strukturen. Wollten Sie bewusst ein Spiegelbild aktueller gesellschaftlicher Spannungen schaffen?

Ja, der Anspruch auf körperliche Selbstbestimmung trifft auf gesellschaftliche, politische und religiöse Kräfte, die genau diese Autonomie einschränken wollen, in Deutschland, aber auch weltweit. Patriarchale Strukturen legitimieren die Kontrolle über weibliche Körper und erhalten sie aufrecht.

Wir zeigen die realen Konsequenzen – für betroffene Frauen und für jene, die ihnen helfen wollen, sei es als Ärztinnen oder durch politisches Engagement. Gleichzeitig dokumentieren wir die Perspektiven derjenigen, die Abtreibung ablehnen: ihre moralischen Überzeugungen, ihre Sorgen, ihre Argumente. Wir nehmen beide Seiten ernst und lassen sie zu Wort kommen.

Aber eines macht der Film unmissverständlich klar: Die Frage bleibt niemals abstrakt. Hinter jedem ideologischen Kampf stehen konkrete Frauen mit konkreten Schicksalen. Am Ende müssen sie alleine die Entscheidung über ihren Körper treffen dürfen.

Kommissarin Brasch sagt im Film lakonisch: „Das Ergebnis von 5.000 Jahren Patriarchat.“ Ist das für Sie die zentrale Botschaft? Und macht diese Zuspitzung den Krimi zugleich zu einem Statement zum Frauentag?

Der Film kann definitiv als Statement zum Weltfrauentag verstanden werden.

Der Titel unseres Films ist bewusst provokant gewählt. In diesem radikalen Slogan verdichtet sich der absurde Besitzanspruch über den weiblichen Körper. Wir laden das Publikum ein, sich mit dem Thema aus der Sicht von drei Frauen auseinanderzusetzen.

Medienkontakt

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