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Nächste Generation Johanna Isselstein

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Johanna Isselstein aus Leipzig baut Nyckelharpas. Ein Instrument, das seine Ursprünge im Mittelalter hat - und zeitweise fast vergessen war. Beim Rudolstadt-Festival 2018 stellt Johanna die Nyckelharpa vor.

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Schon als Kind nehmen Johannas Eltern sie auf Folkmusik-Festivals mit. Dort entdeckt sie die Nyckelharpa - durch Zufall.

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Johannas Arbeit beginnt an der Kreissäge. Hier schneidet sie die Seitenteile der Nyckelharpa, auch "Zargen" genannt, aus. 
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Bis heute ist nicht ganz klar, woher die Nyckelharpa, zu Deutsch: Schlüsselfidel, kommt. Erste Funde gab es im 14. Jahrhundert in Schweden, Italien und Deutschland.

Der Korpus einer Nyckelharpa besteht aus Decke und Boden, Hinterklotz, Instrumentenhals und Zargen. 
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... bekommt der Korpus, wenn er gebeizt und lackiert wird.

Johanna baut in der Regel zwei bis drei Instrumente gleichzeitig. Dafür braucht sie etwa zwei Monate.
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Nach der Kreissäge kommt die Feinarbeit. Die schwedische Bauweise der Nyckelharpa hat bis zu 39 Tasten. Jede einzelne schleift Johanna von Hand zurecht.
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Eine Ausbildung zur Nyckelharpa-Bauerin gibt es nicht. Johanna ist gelernte Tischlerin und hat sich den Instrumentenbau selbst beigebracht.

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Johanna sieht sich mehr als Handwerkerin denn als Künstlerin. Auf den ersten Blick könnte ihre Werkstatt auch eine Tischlerei sein. Und dennoch: Eine gute Nyckelharpa sollte auch etwas für's Auge sein, findet sie.
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Wenn eines ihrer frisch gebauten Instrumente zum ersten Mal gespielt wird, ist Johanna ganz besonders aufgeregt. Und am Ende gibt es immer ein bisschen Abschiedsschmerz.

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Die Nyckelharpa gibt es in verschiedenen Formen und Bauweisen. Die chromatische Variante, das heißt eine Harpa, auf der man mit den Tasten eine Tonleiter in Halbtonschritten spielen kann, wurde erst in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt.
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Die Nyckelharpa ist bekannt für ihren kraftvollen, voluminösen Klang. Erzeugt wird der durch die 12 feinen Resonanzsaiten, die unter die Melodiesaiten gespannt sind. Schnell hat man den Eindruck, nicht im Garten, sondern in einer Kapelle zu sitzen.

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...für ihre Arbeit ist, wenn sich ihre Kunden über ihr neues Instrument freuen, sagt Johanna. Und wenn sie nach Feierabend selbst noch ein bisschen Muße findet, ihre Hände über die Tasten fliegen zu lassen.

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