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Naechste Generation Michael Braun

Naechste Generation Michael Braun

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Neue Technologien wie der 3D-Druck werden das Design der Zukunft radikal verändern. Betondrucker werden Häuser drucken und auch unsere Art Einkaufen zu gehen, wird anders aussehen, meint Produktdesigner Michael Braun aus Weimar. Wie genau, verrät er in unserer Multimedia-Reportage.

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Neue Fertigungsverfahren wie der 3D-Druck sind deutlich effizienter und vor allem nachhaltiger, schwärmt der Produktdesigner: Wenn alles vor Ort produziert werden kann, gibt es weniger Transportwege, es muss weniger auf Vorrat hergestellt und gelagert werden - und beim 3D-Druck entsteht weniger Verschnitt und damit weniger Abfall als bei anderen Herstellungsweisen, etwa dem Metallschnitt.
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Inzwischen ist der 3D-Druck so weit entwickelt, dass damit neben Kunststoff auch Glas, Metall und sogar Beton gedruckt werden können. In einer Kooperation haben die Bauhausuni Weimar, die FH Dortmund und die Universität Duisburg in nur drei Monaten diesen Drucker entwickelt, mit dem man vor Ort an einer Baustelle vereinfachte Fassadenteile drucken kann.

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Michael Braun erforscht die Chancen des digitalen Entwerfens im Rahmen seiner Dissertation an der Bauhaus Research School in Weimar. Damit will er dem digitalen Design den Weg in die Zukunft ebnen - und Lösungen für mögliche Schwachstellen bereitstellen. Konkret vergleicht er derzeit das traditionelle Handwerk der Porzellanfertigung mit dem digitalen Entwerfen von Porzellan, welches dann per Roboter gedruckt wird.
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Mit der digitalen Technik kann der Produktdesigner Porzellanformen herstellen, die an der Töpferscheibe gar nicht möglich sind. Andererseits stößt das Entwerfen am Computer an seine Grenzen, wenn es darum geht, das Material zu spüren, einzuschätzen und vielleicht Zufallsentwürfe entstehen zu lassen.

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Um das digitale Entwerfen in der Zukunft zu verbessern, hat der 32-Jährige auch schon Ideen: Ein Handschuh mit Sensoren könnte es Designern ermöglichen, ihr Material zu fühlen, um nicht nur abstrakt mit der Maus arbeiten zu müssen.

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Michael Braun ist seit seinem Master an der Bauhausuniversität in Weimar. Den Master im Produktdesign schloss er mit Auszeichnung ab, genauso wie seinen Bachelor zuvor an der HTW Dresden. Der Bauhaus-Spirit begleitet ihn bei seiner täglichen Arbeit - denn das Bauhaus ist mehr als eine 100 Jahre alte Kunstschule."Der Gründer der Fakultät hat mal gesagt, am Bauhaus zu sein, bedeutet, das Bauhaus nicht zu wiederholen, sondern aus der jeweiligen Zeit heraus das Richtige zu machen. Und schon seit der Gründung hat das Bauhaus immer mit aktuellen Technologien experimentiert und das Handwerk mit der Industriekultur verbunden", sagt Michael.
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Eine große Chance des digitalen Designs sei die Vielfalt, die dadurch möglich wird. Jeder könne selbst mitgestalten, welche Form, welche Farbe beispielsweise die Brille haben soll. Man könne nicht mehr nur aus Modell rot oder Modell blau wählen, so Michael, sondern man hat mehr Möglichkeiten der Gestaltung.
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Wenn der Kunde selbst am Designprozess beteiligt wird, führt das ebenfalls zu mehr Nachhaltigkeit, meint Michael Braun. Denn dann würde man Produkte mehr wertschätzen und vielleicht nicht so schnell wegwerfen wie die fertige Massenware aus dem Regal.
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Eine Hürde, die das digitale Design noch nehmen muss, ist die Sorge von Unternehmen, dass ihre Produkte ihren Wiedererkennungswert verlieren, wenn der Kunde frei mitgestalten kann.

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Auch Kunsthandwerker fürchten um ihre Jobs, wenn Michael ihnen vom 3D-Druck erzählt. "Mein Ziel ist es, sie von den neuen Technologien zu überzeugen", sagt Michael Braun. Denn ihr Wissen ist dringend notwendig, um das Design der Zukunft zu ermöglichen.

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