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Los geht's

Atmen im Kreis

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Der Rhythmus begleitet Philipp Gerisch auf Schritt und Tritt. Seit seiner Jugend im Vogtland begeistert er sich für Trommeln, spielt Didgeridoo und experimentiert mit anderen exotischen Musikinstrumenten. Daraus hat der 27jährige, der in Halle lebt, einen ganz eigenen Musikstil entwickelt. Das Leben als Musiker hat er sich über Jahre erkämpft.

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Philipp war noch ein Teenager als er bei einem Festival Didgeridoospielern zuschaute und fasziniert war von deren Musik. Das wollte er auch können.

"Am Anfang bin ich kläglich gescheitert. Ich habe dann das Didgeridoo für zwei Jahre in die Ecke geschmissen. Erst als es mein Vater verkaufen wollte, habe ich mich dahinter geklemmt. Ich habe geübt und geübt und nach ein paar Stunden kam der Durchbruch."

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Erfunden wurde das Didgeridoo in Australien – von den Yolngu-Aborigines. Das Instrument besteht lediglich aus einem hohlen Holzstamm und einem Mundstück, das oft aus Bienenwachs gefertigt wird.

„Eukalyptus ist DAS Didgeridooholz. Nur Eukalyptusholz wird von Termiten ausgefressen. Sie nutzen die hohlen Stämme als Bau und ernähren sich von dem weichen Kernholz. Wenn sie den Bau später verlassen, dann kann man das Didgeridoo sozusagen ernten."

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Philipps Musik lässt sich schwer in ein Genre einordnen. Sie ist rhythmisch, exotisch und 100 Prozent handgemacht.

"Die Handpan gibt eine Grundmelodie vor, das Cajon den Rhythmus, das Didgeridoo steht im Mittelpunkt. Meine Stücke sind Eigenkompositionen. Aber sie sind immer improvisiert. Das macht die Musik soviel lebendiger."

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Das erste Instrument, das Philipp beherrschte, war die Djembe, eine afrikanische Trommel. Noch zu Schulzeiten leitete er eine Trommelgruppe. Später entdeckte er als Taktgeber das Cajon für sich.

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Im Februar 2018 nahm Philipp Gerisch sein neues Album auf - "Karijini".

"Die Zeit im Tonstudio war genial! Die Produzenten waren offen für verrückte Ideen. Es war alles geplant und doch war nichts geplant. Ich hatte ein Konzept, mit dem ich hier hin gekommen bin und am Ende haben wir vielleicht 60 Prozent davon wirklich umgesetzt."

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Mit Straßenmusik hat Philipp vor etwa sieben Jahren begonnen. Damals reiste er für ein Jahr durch Australien und spielte unter anderem in Sydney, Perth und Brisbane. Heute ist er zum Beispiel in Halle, Leipzig, Erfurt und Nürnberg regelmäßig zu hören. Bevor er in einer Stadt einen Auftritt hat oder bei einem Festival spielt, geht er auf die Straße und macht Musik.

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"Auf der Straße findet man die unterschiedlichsten Musikertypen. Vom Bettler, der sagt, er spielt jetzt zumindest noch ein bisschen Gitarre, um irgendwas zu tun für das Geld, das er sich erbettelt, bis zum Profimusiker, der während seiner Tour zwischendurch zum Spaß mal auf der Straße spielt. Und ich bin irgendwo dazwischen."

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Seine Musik und Musikinstrumente stellt Philipp auch in Kindergärten und Grundschulen vor. Sein vierjähriger Sohn ist dabei sein schärfster Kritiker.

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Philipp Gerisch ist im Vogtland aufgewachsen.

"Vor meiner Haustür begann der Wald. Das hat mich geprägt. Jetzt bin ich durch meine Musik sehr viel unter Menschen. Immer wenn ich dann Ruhe brauche, abschalten und für mich sein will, zieht es mich in die Natur."

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Von seiner Musik leben - das hat Philipp Gerisch damals in Australien zum ersten Mal ausprobiert. Es hat ganz gut funktioniert.

"Ich bin kein verbimmelter Musiker.
Man muss die Kunst zwar lieben, aber man muss auch von ihr leben können."

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"Man hat auch Momente - wenn ein Auftritt mal schlecht läuft oder irgendwelche Pannen passieren - dann fragt man sich, warum mache ich das hier eigentlich. Aber dann gibt es wieder Momente, da geht das Publikum mit, tanzt und ist begeistert. Und da ist mir klar: Ich will als Musiker leben."

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