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Die Kulturlandschaft Ostpreußens

Die Kulturlandschaft Ostpreußens

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Es ist ein Kapitel deutscher Geschichte, das von einer Kulturlandschaft erzählt, in der Deutsche, Polen, Masuren, Juden, Russen und Litauer miteinander lebten. Heute ist die Landschaft durch Landesgrenzen geteilt. Eine neue Form des Zusammenlebens ist entstanden. Im Zentrum steht aber nach wie vor die Beziehung zwischen dem Menschen und der Traumlandschaft mit einzigartiger Natur. Riesige Dünen, kleine Fischerdörfer, Gigantische Ordensburgen aus roten Ziegeln, zahllose Seen und unendliche Wälder, in denen sogar noch Wildpferde leben ziehen heute Besucher in ihren Bann.
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Eine vielfältige Kultur- und Naturlandschaft ist die große Düne auf der Kurischen Nehrung. Ihren Namen hat die Nehrung von den Kuren, einem baltischem Volksstamm aus dem Norden, der den Streifen einst besiedelte. Es war ein Leben auf Sand gebaut und im Einklang mit dem, was die Natur hier zu bieten hatte. Die Familien ernährten sich vom Fischfang im Haff. Ausgedehnte Wälder schützen ihre Häuser vor dem Sand, den der Wind Nehrung brachte.
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Memelland nannten die Deutschen den nördlichsten Teil Ostpreußens. Heute gehört er zu Litauen. Die Memel, die die Litauer Nemunas nennen, schlängelt sich geruhsam durch die Landschaft. Knapp 900 Kilometer hat sie von ihrer Quelle in Weißrussland überwunden, wenn sie hier ihr Delta erreicht. Sie spaltet sich in zahlreiche Mündungsarme auf, durch die sie ihr Wasser in ein Haff strömen lässt.
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Im 17. Jahrhundert wurden weite Teile des Waldes auf der Nehrung kahl geschlagen. Wüstenähnliche Landschaften entstanden. Durch den Bau einer Schutzdüne an der Ostseeküste und gezielte Bepflanzungen wurde die Ausdehnung der Wanderdünen im 19. Jahrhundert gestoppt. Heute zählt die Kurische Nehrung zum Unesco-Weltkulturerbe und ist ein Nationalpark. Ausra Feser ist die Leiterin des Nationalparks Kurische Nehrung in Litauen.
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Eduardas Jonusas war Maler und Sammler. Als Litauen nach dem 2. Weltkrieg von der Sowjetunion besetzt wurde, kam er wie viele seiner Landsleute in ein Straflager nach Sibirien. Nach seiner Rückkehr fand er in den 50er Jahren auf der Kurischen Nehrung ein neues Zuhause. 2014 ist er mit 82 Jahren gestorben. Seine Frau Vitalia lebt weiterhin in dem Haus. Sie öffnet es für interessierte Besucher.
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Eduardas originalgetreuer Kuren-Kahn war sein größter Traum. Mit ihm segelte er viele Jahre seine Gäste über das Haff. Kurz vor seinem Tod hatten er und seine Frau Vitalia beschlossen, den Kahn an ein Museum abzugeben.Doch dann versprachen zwei Freunde, Sofia und Aurelius, sich um den Kahn in Nida zu kümmern. 1992 waren sie auf die Kurische Nehrung gezogen.
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Das Fest zur Sommersonnenwende ist eines der wichtigsten Feste in ganz Litauen. Die Menschen geben ihre Träume und Wünsche in die Obhut der Natur. Der Wind nimmt sie mit und trägt sie hinaus auf das Haff. Gesungen und getanzt wird in dieser kürzesten Nacht des Jahres die ganze Zeit.
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Audrius Lukauskas sucht nach dem fossilen Harz das vor rund 40 Millionen Jahren zu Bernstein wurde. Bis zu 15 Stunden täglich wandert er am Strand entlang, immer auf der Suche nach den leuchtenden Steinen, die im Wasser taumeln. Sein Arbeitsgerät ist ein einfacher Kescher, eine Methode die schon vor vielen Jahrhunderten angewandt wurde. Aus dem Bernstein stellt er in der eigenen Werkstatt Schmuck her. Audrius ist der Meinung, dass in jedem Haus mindestens ein Bernstein sein sollte, damit er den Menschen die Wärme schenken kann, die er ausstrahlt.
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Kleipeda ist der Eingang ins Kurische Haff. Die Schifffahrt hat die Stadt deshalb schon immer maßgeblich geprägt. Rund 160.000 Menschen leben hier. Bis zu 500.000 Besucher kommen zum jährlichen Meeresfest. Es ist ein Volksfest und auch eine Zeitreise durch die Geschichte der Schifffahrt und der Region.
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Ventes Ragas liegt auf einer der weltweit größten Wanderrouten für Zugvögel liegt. Bis zu 100.000 Vögel fliegen hier jeden Tag zwischen Festland und der Nehrung hindurch. Es sind Stare aus dem hohen Norden, aus Estland oder Russland. Sie machen in Ventes Ragas eine Pause. Bevor sie das Haff in Richtung Süden überqueren, fressen sie auf den Wiesen und Bäumen hauptsächlich Mücken und andere Insekten. Während der Nahrungssuche tappen viele von ihnen in die Falle.
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Deutsche Vergangenheit und russische Gegenwart treffen in Kaliningrad, ehemals "Königsberg", aufeinander. Optisch ist von der ehemaligen Hauptstadt Ostpreußens nicht viel übrig geblieben. Luftangriffe sowie Strassen und Häuserkämpfe im 2. Weltkrieg zerstörten ein unwiederbringliches Erbe. Eines der wenigen historischen Gebäude, die es heute noch gibt, ist der Königsberger Dom. 1992 begann eine aufwendige Restaurierung die 1998 abgeschlossen wurde.
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Gleb Michailow ist Streetart-Künstler und hat vor einigen Jahren damit begonnen, verschiedene Porträts von bekannten Menschen an Häuserwände zu sprühen. Seine Arbeiten waren nicht legal, aber wurden schnell stadtbekannt. Heute sprüht er im Auftrag der Kaliningrader Verwaltung Portraits von russischen und deutschen Persönlichkeiten an die Wände der Häuser. Seine Arbeiten ermöglichen den Dialog für einen neuen Weg in der gebrochenen Stadt.
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Popielno wird die Halbinsel der Wildpferde genannt. Auf einem Gebiet von 2600 Hektar haben Pferde Möglichkeit sich frei zu bewegen. In den Wäldern leben Koniks, eine polnische Rasse, die den ausgestorbenen Tarpanpferden ähnlich sieht. Ihre Schulterhöhe ist kaum höher als 1,40 Meter. Aber sie sind sehr ausdauernd und haben viel Kraft.
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Wolfram Jäger aus Radebeul kommt seit acht Jahren immer wieder in den polnischen Teil des ehemaligen Ostpreussen. Der Bauingenieur arbeitet an der Restaurierung des Steinorter Schlosses. Dieses Schloss gehörte der Familie von Lehndorff. Im zweiten Weltkrieg beschlagnahmte Außenminister Rippendrop den Westflügel für sich und seine Mannschaften. Zu dieser Zeit war Graf Lehndorff aber schon zum militärischen Widerstand gegen Hitler übergegangen. Bis zum gescheiterten Attentat auf Hitler lebten hier Nazigrößen und Widerständler Wand an Wand.
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Polen ist ein bedeutender Schneckenexporteur. Im Frühjahr werden sie auf den Feldern der masurischen Seenplatte gesammelt und nach Spanien oder Frankreich verkauft. Grzegorz Skalmowski hat die Standards für eine ökologische Schneckenproduktion entwickelt und umgesetzt. Aus 50 Tonnen sind 5 Tonnen geworden. Und nicht nur das. Der Schneckenschleim enthält ein natürliches Antibiotikum. Grzegorz lässt daraus Cremes herstellen. Er ist überzeugt: aus oder mit Schnecken kann man fast alles machen.
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